Hausbau #1: Die Hausnummer- bzw. Lachnummer-Story

Wir haben ein Haus gebaut und wohnen nun endlich drin. Es gibt hier viel zu berichten, aber bevor es überhaupt richtig los ging, gab es schon die erste schier unglaubliche Geschichte. Es ist die Geschichte unserer Hausnummer und wie wir letztendlich doch dazu kamen.

Kurz und knapp: Bei manchen Behörden kann man nicht geradeaus zählen. Ein heilloses Durcheinander entsteht, der Bürger soll für dumm verkauft werden, und und und. Lies mehr hier …

Noch vor dem ersten Spatenstich muss so einiges erledigt werden. Hat man sich für einen Bauträger entschieden, so möchte der – so war es jedenfalls bei uns – Stellungnahmen der Versorger haben. Das bedeutet, man stellt eine Anfrage an den lokalen Strom-Netz-Anbieter, an die Telekom (oder andere die das Baugebiet erschlossen haben), an die Trink- und Abwasserwirtschaft, und bittet um “Stellungnahme”. In solch einer Stellungnahme steht dann drin, wo die Kabel/Rohre liegen, wie angeschlossen werden kann, ggf. was das grob kostet, was nicht gemacht werden darf usw. Alles wichtige Informationen zu haben.

Da wir einen Neubau in einem neu erschlossenen Wohngebiet planten, gab es dort noch keine Hausnummern für die Grundstücke, sondern wir hatten nur unsere Flurstücknummer.

Die Bauherren-Hotline der Telekom hat (bei mir jedenfalls) auch sehr gut funktioniert. Allerdings kann die Telekom mit “Flurstücknummern” nichts anfangen. Die brauchen immer zwingend eine Straße und Hausnummer.

Ja welche Hausnummer haben wir?

In den meisten Fällen ist das mit der Hausnummer ja klar. In unserem Fall aber hat unser einer Nachbar die Hausnummer 28, dann kam unser leeres Baugrundstück, dann noch eines und dann die Hausnummer 29. Das war schonmal merkwürdig.

Da ich zu der Zeit oft im Ausland war, dachte ich, eine Anfrage per E-Mail ist den Versuch wert. Die E-Mail Adresse gabs auf der städtischen Webseite www.bad-langensalza.de genau da beim Bauamt wo sie sein sollte. Ich war beeindruckt. Also schrieb ich der guten Dame eine kurze E-Mail mit der Anfrage nach dem Motto: “Die Telekom braucht eine Hausnummer von mir, damit die mir eine Stellungnahme aushändigen können. Wo bekomme ich eine Hausnummer her?” (natürlich besser formuliert)

Prompt bekam ich eine Antwort – ich war wieder beeindruckt. Das funktioniert ja mit den E-Mails usw. In der Antwort hieß es so ungefähr: “Den Antrag stellen Sie bei mir formlos.”

Prima dachte ich; dann schrieb ich also fix einen formlosen Antrag, unterschrieb den, und schickte ihn sogleich eingescannt per E-Mail wieder zurück. Knapp eine Woche später bekam ich einen Brief – ich war nochmals beeindruckt – in dem dann folgendes drin stand:

(ein Auszug)

Das ist ja schonmal interessant, dachte ich. Neben mir ist die Hausnummer 28, dann ich mit der 23, dann frei, dann die 29. Merkwürdig, aber gut, die wissen schon was sie tun. Dachte ich mir.

Ja gibt’s die schon!?

Also rief ich wieder bei der Telekom an und bat nun mit meiner neuen Hausnummer 23, um Stellungnahme. Die gute Dame an der Strippe meinte dann aber schnell: “Moment. Sie haben doch schon einen Auftrag. Der ist auch bereits ausgeführt und angeschlossen. Bei Ihnen liegt doch schon alles!” Meine kurze Antwort: “Bei mir liegt nüschts!”

Allerdings konnte ich mir schon denken, wer die 23 hat. In unserem Baugebiet lag genau zwischen der Hausnummer 22 und der 24 eine noch aktive Baustelle eines Einfamilienhauses. Also bin ich dort hin und habe die Bauherrin ausfindig gemacht. Diese war verwundert, dass man extra eine Hausnummer beantragen muss, denn schließlich hatte sie einen Bauantrag mit der Hausnummer 23 abgegeben, dem auch stattgegeben wurde und so sah alles rechtens aus. Dennoch hat sie sich bei der Stadt erkundigt und siehe da, die 23 war wohl nicht ihre Hausnummer. Obwohl ihr Grundstück zwischen der 22 und der 24 lag. Sie solle doch auch einen formlosen Antrag stellen usw. Daraufhin erhielt unsere (zukünftige) Nachbarin die Hausnummer 19 zugewiesen.

Es ergab sich wieder eine interessante Konstellation mit der Hausnummernfolge: …, 22, 19, 24, 25, 26, 27, 28, 23, ??, 29, usw. Den Postboten der da durchblickt möchte ich sehen!

Nun gut, dachte wahrscheinlich meine Nachbarin (so wie ich), die werden schon wissen was sie tun. Also versuchte sie bei der Telekom ihre Adresse zu ändern (damit die 23 wieder frei wird und ich dann auch meine Stellungnahme beantragen kann). Die guten von der Telekom meinten dann zu ihr: “Moment mal! Die Hausnummer 19 gibts schon. Der Anschluss liegt schon seit 2 Jahren!”.

Ich denke mal, dieses Wirrwar wurde dann dem städtischen Bauamt mehr oder weniger (wohl eher weniger) diplomatisch mitgeteilt. Die haben also gemerkt, was für ein Durcheinander sie fabriziert haben und es ging fortan nach dem Motto: “Kommando zurück!” Die Nachbarn mit der Hausnummer 19 und 23 konnten diese behalten, obwohl sie keinen Antrag gestellt hatten und die Nummern quasi gar nicht “existierten”. Mir wurde ein neuer Bescheid zugeschickt, mit folgendem Inhalt:

(ein Auszug)

Ich sollte nun also ab sofort die Hausnummer 28a haben. Das wäre ja eigenlicht OK gewesen, aber ich mag nunmal die 23 einfach. Abgesehen davon war die ganze Geschichte einfach nur lächerlich. Als ich dann in dem Brief las, dass es möglich sei Widerspruch einzulegen, dann habe ich von diesem Recht gebraucht gemacht.

Knapp eine Woche später kam eine tolle Antwort auf meinen Widerspruch. Man konnte förmlich die Entrüstung über mich zwischen den Zeilen lesen. Auf satten zwei A4-Seiten wurde mir klar gemacht, dass mein Widerspruch niederschmetternd abgelehnt wurde. Zwischen den Zeilen aber klang durch, wie man es nur wagen kann Widerspruch einzulegen. Abgesehen davon, stand allerdings auch folgendes drin:

(ein Auszug)

Insbesondere diese Geschichte von “Grundstücksteilungen/-zusammenlegungen” ist schlichtweg falsch. Das gilt vor allem im Bereich aller Grundstücke von der Hausnummer 21 aufwärts. Als ganz normaler Bürger fragt man sich dann, wie man der Politik (obwohl das eigentlich nichts mit Politik zu tun hat; ist es dennoch menschlich das zu verbinden) und den Behörden noch glauben kann. Man fühlt sich einfach nur verhöhnt.

Nun gut, somit behielt ich eben meine Hausnummer 28a, die wir noch bis heute haben.

Nach 28a und vor 29 kommt was?

Genau das habe ich mich gefragt, denn unsere Nachbarn hatten auch noch keine Nummer. Wir waren voll gespannt, was sie denn bekommen würden, denn am logischsten – jedenfalls für uns geradeaus zählende Menschen – wäre dort die 28b gewesen. Aber wie wir vorher schon erleben durften, es hätte ja auch die 42 oder sonst etwas werden können.

Nichts dergleichen passierte. Sie bekamen die 29a. Nun liest sich die Hausreihenfolge also: 28, 28a, 29a, 29, 30, 31. Dies verstärkte nicht wirklich mein Vertrauen in die Fähigkeit so mancher im Dienste der Bürger.

Alles hätte so viel einfacher sein können

Erinnern wir uns, bevor alles los ging mit der Hausnummer-geschichte war die Ausgangsreihenfolge so: …, 28, (unsere Baustelle), (Nachbar’s Baustelle), 29.

Interessanterweise erinnerte ich mich aber auch, dass unsere Nachbarn in der 29 noch Jahre bevor wir angefangen haben zu bauen, kurzzeitig die Hausnummer 31 an ihrem Haus hatten. Logischerweise, wäre das die korrekte Zählweise gewesen, welche u.a. auch vom Voreigentümer der Grundstücke (der LEG des Freistaats Thüringen) intern und inoffiziell genutzt wurde. Vor Jahren wohlgemerkt. Wäre dies so geblieben, dann hätten wir alle diese tolle Geschichte heute nicht lesen können. Es wäre ganz normal diese Reihenfolge gewesen: …, 28, 29 (unsere Baustelle), 30 (Nachbar’s Baustelle), 31, etc.

Aber nein, so kam es natürlich nicht. Es muss wohl so gewesen sein, dass auch unsere Nachbarn darauf hingewiesen worden, dass diese doch bitteschön eine Hausnummer bei dem Amt beantragen mögen. Nur die haben das Recht (was natürlich auch stimmt) solche Nummern heraus zu geben. Allerdings wäre auch die Fähigkeit geradeaus zu zählen eine gute Eigenschaft gewesen, die hier definitiv von Nutzen gewesen wäre. Denn wider erwarten, haben unsere Nachbarn die 29 bekommen, wodurch nun weiteres Verwirren bei uns und anderen  gestiftet wurde.

Nachfolgend noch ein Überblick aus dem öffentlichen “Geoproxy” Kartenmaterial des Landes Thüringen, wo man sehr schön die Flurstücke (also in unserem Fall die Grundstücke) mit deren Hausnummern sieht.

(Auszug aus dem öffentlichen Geoproxy Portal Thüringen)

Wie man sehr gut erkennen kann gibt es zwischen der 33 und der 36 eine Lücke von 2 Hausnummern. Nun könnte man sich fragen, wo die hätten sein sollen…

 

Wunschdenken

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die Angestellten der Behörden alles richtig machen wollen. Sie machen einen wichtigen Job und dieser ist bestimmt auch nicht ganz einfach und erfordert besondere Qualifikationen. Es ist allerdings nicht förderlich für das Vertrauen der Bürger in die Politik und die Behörden, wenn derartige Angelegenheiten einfach nur Kopfschütteln und Unverständnis bei uns Bürgern verursachen. Eine Hausnummer ist eigentlich eine verschwindend kleine Angelegenheit im Vergleich zu den großen Problemen die unsere Zivilisation eigentlich bewältigen muss. Es sollte absolut keinen Grund geben einen Artikel hierüber zu verfassen; der auch noch knapp 1.500 Wörter umfasst. Von daher wünsche ich mir einen gewissenhafteren Umgang mit den Bürgern, im Wohle der Bürger und zum Vorteil der Bürger. Denn das ist mein Verständnis von Dienern des Volkes.

 

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Erfahrung #4 mit der Bauherren-Hotline der Telekom

Telekom-Hausanschluss

Vorherige Beiträge zu diesem Thema:

Das Gute vorneweg: Ich habe jetzt einen Vertrag und dieser wird in 3 Tagen “installiert” und freigeschaltet. Aber alles schön der Reihe nach.

Nachdem ich in meinem dritten Erfahrungsbericht von der Bauherrenhotline doch ein kleines bisschen geknickt — aber dennoch zuversichtlich — war, so wurde letztendlich der Hausanschluss gelegt. Wir haben es tatsächlich geschafft alle Hausanschlüsse (Strom, Wasser, Telekom & Gas-abklemmen) an einem Tag und in einem Ritt durch zu bekommen. Es war tatsächlich auch unproblematisch den Subunternehmer der Telekom dazu zu bekommen am selben Tag auch den Telekomanschluss zu legen. Die Motivation war da, denn es spart denen ja auch Kosten, da nur 1 mal der Boden ausgehoben werden musste. Das Ganze geschah bereits im Juli, aber hier trotzdem ein Bildchen:

Telekom-Hausanschluss
Telekom-Hausanschluss
Telekom Hausanschluss Innen
Telekom Hausanschluss Innen

Nachdem der Anschluss dann gelegt war, haben auch ein paar Tage später gleich die Verkäufer der Telekom angerufen, um mir einen Vertrag anzubieten. Die €300 Gutschrift, die man auf einen Vertrag bekommt, wenn man vorher den Hausanschluss von der Telekom hat legen lassen, war ein gutes Argument. Dennoch konnte ich noch nicht entscheiden, wann der Vertrag anfangen sollte. Das Haus war ja noch nicht fertig. Geschweige denn war ein Übergabetermin in Sicht. Außerdem stand unser Sommerurlaub auf dem Plan. Also teilte ich der netten Dame mit, dass diese gern Anfang September (wenn wir aus dem Urlaub wieder zurück sind) nochmal anrufen solle. Interessanter weise hat 10 Minuten nach diesem Telefon ein anderer Telekommitarbeiter angerufen, der mir auch einen Vertrag verkaufen wollte. Naja, wenigstens kümmern sie sich, dachte ich … auch wenn es ein klein wenig unkoordiniert daher kam.

Nun kam September und leider rief niemand. Ich gab der Truppe dann mal 3 Wochen, da unser Einzug ja noch nicht bevor stand. Wir hatten noch viel zu tun. Anfang Oktober war es dann ein bisschen zu lange und ich habe einmal den Kundenchat der Telekom benutzt. Der war eigentlich recht komfortabel. Ich konnte so nebenher mit der guten Frau chatten und noch andere Dinge erledigen. Sie konnte mir nicht direkt weiter helfen, da diese Buchung (mit der €300 Gutschrift) nur von der Bauherrenhotline vorgenommen werden kann. Aber sie wollte eine Notiz bei denen lassen, damit diese mich am nächsten Wochentag zurück rufen. Der Anruf kam nicht. Ich habe denen dann auch nochmal 2 Wochen Zeit gegeben.

Letzte Woche war es dann mal wieder etwas zu lange des Guten und ich rief direkt bei der Bauherrenhotline an. Die gute Frau konnte dann auch schnell feststellen, dass bei meinem Anschluss wirklich nur max. 6MBit/s Download und 2,4MBit/s Upload zur Verfügung steht. Deren Regio Angebot (wo sie lokale Anbietertarife wie die der Thüringer Netkom mit 100Mbit/s re-sellen) konnte mehr, aber da bekommt man diese Gutschrift nicht. Letztenendes habe ich mich dann für das Magenta Zuhause Hybrid M entschieden. Das hat diese 6/2,4 MBit/s Anbindung per DSL und eine zusätzliche 50/10MBit/s Anbindung per LTE Mobilfunk. Ein spezieller Router wird dafür benötigt. Das ältere Modell, den Speedport Hybrid habe ich mir bereits auf eBay für ca. €20 besorgt — anstatt das neue “Speedport Pro” der Telekom für €400 zu kaufen. Mir wurde dann gesagt, dass der Anschluss wohl bis zu 2 Wochen dauern kann, bis er installiert wird.

Nun habe ich aber doch schon für den kommenden Mittwoch einen Termin für die Installation. Das war dann also ziemlich genau eine Woche. Ich finde das nicht schlecht.

Klingeldraht - Im Wahrsten Sinne!
Klingeldraht – Im Wahrsten Sinne!

Wieso allerdings die Telekom über das selbe(!) DSL-Kupfer-Kabel nur max. 6/2,4 MBit/s durch bekommt, die Thüringer Netkom aber 100 MBit/s durch bekommt, ist mir immernoch ein Rätsel. Es gibt definitiv in der Stadt schnelle Anschlüsse der Telekom und an der letzten Meile kann es nicht liegen, denn die Netkom kann ja darüber bedienen. Unser Baugebiet wurde telekom-technisch ausschließlich von der Dt. Telekom erschlossen. Somit sind das eigentlich deren Kabel die zu den Häusern gehen, aber nur der Konkurrent kann diese voll ausnutzen. Es bleibt mir ein Rätsel.

 

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Rundumflug um das halb-fertige Haus mit der Mantis Q von Yuneec

Es gab ja schon länger keine Infos mehr zu unserem Hausbau, da wir in der Tat viel zu tun hatten und sich alle paar Tage etwas getan hat. Letztes Wochenende war mal schönes Wetter und ich konnte meine Mantis Q Drohne von Yuneec aus der Garage holen und einmal einen kurzen Rundflug machen. Nur um zu schauen, ob oben alles OK ausschaut.

Irgendwann werde ich auch mal ein besserer Pilot. Dann wirds vielleicht auch etwas flüssiger.

Ich hatte mir vor ein paar Monaten die Mantis Q geholt, weil sie nur ca. halb so teuer war, wie ein vergleichbares Modell von DJI. Dafür gibt es die Bildstabilisation nur bis 1080p. Bei 4K-Aufnahmen ist eine Flugaufnahme ohne Bildstabilisator schon sehr wacklig am Ende. Nichtsdestotrotz ist die Quali schon ganz ok für eine relativ erschwingliche kleine und handliche Drohne.

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Hausbau #3: Aushub und Bodenplatte

Teil 3 meiner Serie an Artikeln über unseren Hausbau.
(weitere und frühere folgen)

Nach einem etwas sehr langen Antragsverfahren für unsere Baugenehmigung, konnten wir diese am 25. Oktober 2018 endlich erhalten.

Am 22. November 2018 konnte dann also endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Eigentlich hat unser Bauträger Town & Country ja bis zu 8 Wochen nach Erteilung der Baugenehmigung Zeit, mit den Bauarbeiten zu beginnen. Da allerdings unser Grundstück auf einem ehemaligen Kasernen-Gelände liegt, sind mögliche Bodenbelastungen nicht auszuschließen. Vor ca. 100 Jahren war es eine Kaserne der preußischen Armee und zu DDR-Zeiten war es über viele Jahrzehnte die Kaserne eines Panzerbattaillons der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Genau des “119th Independent Tank Regiment“.

Aushub

Der Freistaat Thüringen und seine Landesentwicklungsgesellschaft LEG als Vorbesitzer hatten zwar in den 1990’ern dafür gesorgt, dass das gesamt Areal rückgebaut wurde, aber ganz ausschließen kann man mögliche Belastungen trotzdem nicht. Deshalb wurde uns das Recht eingeräumt, ggf. belasteten Aushub auf Kosten der LEG bis zum 31.12.2018 zu entsorgen. Demzufolge, war es wichtig, dass unsere Tiefbauarbeiten noch rechtzeitig vor Ende des Jahres starteten. Das hat unser Bauträger und die lokale Tiefbaufirma auch sehr zügig hinbekommen.

Wie man sehen kann, sollte der Aushub eigentlich eher lehmiger Boden sein. Es kam jedoch einiges graue bis schwarze zu Tage. Somit wollte das Entsorgungsunternehmen nicht einmal den Aushub entsorgen, ohne ihn zu prüfen. Die LEG als Vorbesitzer wurde also informiert und diese haben einen Experten geschickt, der dann auch eine Menge Bodenproben genommen hat. Diese werden nun analysiert und in den kommenden Wochen werde ich wohl wissen, ob eine Sonderentsorgung nötig ist. Wenn dies der Fall ist, wird die LEG die Kosten dafür übernehmen.

Update 7. Januar 2019: Nach Auswertung der Bodenproben liegt wohl eine Phenol-Belastung vor. Hierdurch wird unser Aushub in die Kategorie Z1.2 eingestuft, wodurch er nicht wieder einbaufähig ist. Demzufolge wird jetzt ein öffentliches Ausschreibungsverfahren zur sachgerechten Entsorgung gestartet. Wir sind gespannt was da bei rum kommt.

Nach einigen schrottähnlichen Fundstücken, gibts einen durchaus nennenswerten Fund. Eine Spitzhacke mit einem Stahlrohr, das als Griff angeschweißt wurde.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren es wohl die Sowjets, die die Hacke dort hinterlassen haben. Ist nicht leicht das Ding aber ggf. macht das nach etwas Restaurierung zur Dekoration etwas her. Erstmal behalten wir die und schauen mal, ob noch was zu Tage tritt.

Bodenplatte

Nichtsdestotrotz, konnte gleichzeitig mit den Tiefbauarbeiten weiter gemacht werden. Wir haben auch gleich unsere Einfahrt und die Terrasse mit ausheben sowie mit Frostschutz schottern lassen. Auch ein kleines Loch haben wir uns für unsere Zisterne ausheben lassen. Wenn der Bagger schon mal da war, wieso nicht?

Außerdem wurden dann auch gleich die Schmutz- und Regenwasserleitungen an den Revisionsschacht im Misch-Wassersystem angeschlossen. Ein Schotterpolster wurde gelegt und rings um Haus herum eine Polsterentwässerung. Aufgrund des zuvor gemachten Baugrundgutachtens musste das Gründungspolster und die Entwässerung entsprechend angepasst werden, um dem Boden mit seiner Frostempfindlichkeitsklasse 3 sowie anderen Eigenschaften (Fließempfindlichkeit, Tragfähigkeit, Durchlässigkeit, etc) zu entsprechen.

Letztenendes konnte aber die Bodenplatte gegossen werden. Es war ein nebliger Tag als gegossen wurde und somit relativ feucht. Das hatte auch etwas gutes. Wird eine Bodenplatte im Sommer gegossen, so wird diese danach oft noch einige Zeit mit Wasser besprüht. Denn sollte sie zu schnell aushärten, dann kann es sein, dass diese reißt und das kann man durch Besprühen vermeiden. Da bei uns aber der Tag und die Folgetage recht feucht waren, musste dies nicht gemacht werden. Wie auf den Bildern zu sehen ist, blieb die Bodenplatte recht feucht und ist mittlerweile gut durch gehärtet.

Über Weihnachten und Neujahr war erwartungsgemäß Pause. Diesen Monat gehts wohl weiter. Der grobe Plan sieht aktuell so aus:

  • Januar: Rohbau
  • Februar: Dachstuhl + Fenster
  • April: Strom + Telekom + Wasser
  • Juni: schlüsselfertig

Gibt natürlich vielmehr Details zu den unterschiedlichen Gewerken. Der Einfachheit halber hier mal weg gelassen. Dafür ist das Town & Country “Mein Haus” Portal recht interessant. Wir sind jetzt quasi zu 40% fertig 🙂

Town & Country Mein Haus Portal

 

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Erfahrung #2 mit der Bauherren-Hotline der Telekom

Ich hatte letztens ja von meiner ersten Erfahrung #1 mit der Bauherren-Hotline der Telekom berichtet.  Es war eine recht positive Erfahrung und so ging bisher auch weiter. Vor ca. einer Woche, also ziemlich kurz nach Neujahr, wurde ich von – ich glaube – der selben Dame angerufen, mit der ich vorher schon telefoniert hatte. Sie meinte, dass sie alle meine Unterlagen bekommen haben und nun den Auftrag an das ausführende Unternehmen weiterleiten.

Nach meinem ersten Telefonat Mitte Dezember mit der Hotline, wurde mir gesagt, dass ich bald Post (E-Mail) bekomme. Die E-Mail kam auch wenige Tage später und darin wurden Dokumente nachgefragt:

  • Auftrag zur Herstellung des Hausanschlusses
  • Grundstücksnutzungsvertrag (GNV)
  • Lageplan

Der “Auftrag” ist quasi ein Formular, was ich unterschreiben durfte, um die Telekom auch zu beauftragen mir den Hausanschluss zu legen. Kostet im Moment €799, wenn die Anschlussbox im Haus installiert wird. Ist wohl angeblich kostenlos, wenn diese draußen angebracht wird aber das will ja eigentlich niemand.

Der Grundstücksnutzungsvertrag (GNV) gibt der Telekom das Recht, das eigene Grundstück für den Hausanschluss zu nutzen. Denn der Anschlusskasten sowie die Zuleitungen beispielsweise bleiben ja im Besitz der Telekom. Sprich, die tauschen die auch aus, wenn sie defekt sind. Da deren Kasten aber auf meinem Grundstück ist, sollte ich denen das auch gestatten.

Der Lageplan wiederum gibt einfach an, wo das Haus liegt, wo in etwa der Anschluss hin soll und wo der Anschluss ans existierende Netz geschaltet werden kann.

Ich hatte ja alle Sachen zur Hand und konnte somit alles schnell ausfüllen und noch ein paar Tage vor Weihnachten raus schicken.

Die Bearbeitung hat dann ungefähr 2 Wochen gedauert. Wobei man feststellen muss, dass in diese 2 Wochen Weihnachten und Neujahr lagen. Von daher bin ich schonmal von der schnellen Bearbeitung beeindruckt.

Jetzt kam gerade nochmal eine offizielle Auftragsbestätigung per E-Mail sowie eine Nachricht, dass die ausführenden Unternehmen beauftragt werden.

Nett ist auch, dass man den aktuellen Bearbeitungsstatus auf der Bauherren Webseite der Telekom nachschauen kann. So sieht das im Moment aus:

Auf Basis unseres aktuellen Baustands können wir wohl so mit April für das Legen des Telekom und Strom Hausanschlusses rechnen. Ich bin ja mal gespannt, ob der Zeitplan grob eingehalten wird.

 

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Erfahrung #1 mit der Bauherren-Hotline der Telekom

Wie bei jedem Hausbau, muss auch ich mich darum kümmern, dass wir die richtigen Anschlüsse bekommen. Bei uns sind das nur Wasser/Abwasser, Strom und Internet. Unser neues Baugebiet wurde allein von der Deutschen Telekom erschlossen und durch Nachfragen bei alternativen Anbietern, wurde mir versichert, dass nur die Telekom den Hausanschluss legen kann.

Der Hausanschluss von der Telekom kostet so ungefähr €800. Ein Hausanschluss per Kabel (z.B. KabelDeutschland/Vodafone) kostet wohl so um die €2000. Da liegt die Wahl dann doch schon bei der Telekom 😉

Es gibt hierfür den berühmt berüchtigten “Telekom Service für Bauherren” a.k.a. “Bauherren-Hotline“. Von unseren zukünftigen Nachbarn habe ich mittel-Gutes erfahren über diese Hotline. Somit habe ich mir überlegt doch mal etwas genauer zu recherchieren und ggf. doch früher zu beantragen.

Was andere sagen:

Um etwas mehr heraus zu finden, habe ich auf Facebook in einer Hausbau-Gruppe mal gefragt wie die Erfahrungen so sind. Die Ergebnisse waren nichts geringeres als erschreckend.

Es kamen Kommentare wie:

Alois sagte: “Früh genug beantragen.
Ich hab 2 Jahre gewartet.”

Isabell sagte: 🙄 furchtbar nervig!”

Christiane sagte: “Viel Zeit..hab nach 32 Minuten in der Schleife aufgelegt.”

Markus sagte: “Absolute Katastrophe! Erstmal musst du die Telekom beauftragen, dann sende die dir ein Schreiben das du unterschreiben muss wenn du den Auftrag doch nicht nimmst Entschädigung zahlen musst. Dann kommt dann nach 10 Wochen eine Firma und schaut sich die Gegebenheiten vor Ort an und macht dann eine Rechnung für die Telekom fertig und Telekom haut noch was drauf und dann bekommst du die Rechnung das ganze hat bei mir 11 Monate gedauert !”

Es gab aber auch Stimmen wie diese von Andy: “Hatten immer ein und dieselbe nette Ansprechpartnerin. Alles prima geklappt.”

Die Schlussfolgerung:

Somit habe ich gleich am selben Abend das Antragsformular ausgefüllt. Ich gebe dem anscheinend besser doch etwas mehr Zeit als ich dachte. Auch wenn noch nicht viel steht und wohl in den nächsten Wochen und über die Feiertage nicht mehr viel passiert, so braucht die gute Telekom wohl doch etwas mehr Vorlaufzeit.

Meine Erste Erfahrung mit der Bauherren-Hotline:

Nachdem ich gestern Abend innerhalb von 10 Minuten meine ersten Daten in deren Antragsformular eingegeben hatte, war ich erstmal beruhigt. “Es läuft” jetzt erstmal.

Heute morgen hat mich dann eine freundliche Dame angerufen, die noch etwas bzgl. meiner Adresse klären wollte und natürlich auch wissen wollte, ob ich denn auch an einem Vertrag bei der Telekom interessiert bin. Ja bin ich, denn erstens brauchen wir sowieso einen Vertrag und zweitens gibt es beim Anschluss eine €300 Gutschrift bzw. Ersparnis. Das lohnt sich schon. Sollte der Service nicht gut sein, kann ich ja nach 2 Jahren wieder kündigen und woanders hin wechseln.

Angeblich gibt es an unserem Bauplatz maximal 50MBit/s übers Kupferkabel. Glasfaser wurde da anscheinend noch nicht erfunden. Nun ja, das ist jedenfalls schonmal ein Fortschritt, denn vor einem halben Jahr war die offizielle maximale Geschwindigkeit 16MBit/s.

Wie dem auch sei, die gute Frau wollte noch etwas kurz checken bzgl. der möglichen Produkte und sich in 10 Minuten wieder melden. Daraus wurden 30 Minuten und als ich den Anruf ca. 2 Sekunden nachdem das Handy angefangen hat zu klingeln, abnehmen wollte, wurde der Anruf vom Anrufer beendet. Nun weiß ich leider nicht, was genau jetzt Sache ist. Vielleicht kommt ja in den nächsten Tagen noch was? Denn nächste Schritt wäre das Papier(!) Antragsformular auszufüllen, zu unterschreiben und mit weiteren benötigten Dokumenten (Grundstücksinfos, Lageplan, etc) zurück zu senden.

Kurz gesagt: Aller Anfang war einfach. Der Kontakt war nett. Im Moment hänge ich aber in der Luft. Ich bin gespannt wie das so weiter geht.

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