Trip to Shanghai and World Expo
2010-07-13, on 23:26 | In travelling | 1 CommentVor zwei Wochen sind Cass und ich übers Wochenende nach Shanghai 上海 geflogen. Da wir in Hong Kong am 1. Juli ja traditionell einen Feiertag hatten, war der besagte Donnerstag frei und somit hat es geradezu nach einem vorneweg verlängertem Wochenende geschrien. Wir waren beiden noch nie zuvor in Shanghai und mussten es uns also geben. Mit der World-Expo in Shanghai gab es dann auch noch einen zweiten Grund dort vorbeizuschauen. Hier mal ein paar Photos von den wichtigsten Pavillions:


Da bei den angesagten Pavillions stundenlange Wartezeiten zu erwarten waren (Deutschland 4 Stunden, UK 5 Stunden) und wir uns das bei 37 Grad Celsius mit ca. 90% Luftfeutchtigkeit nicht wirklich in den nichtklimatisierten Schlangen zwischen drängelnde Chinesen stellen wollten, sind wir in die meisten Pavillions nicht reingegangen. Wir haben es aber geschafft, alle Pavillions an einem Tag von außen zu sehen. Außerdem haben wir noch ca. 10-15 Länder von innen gesehen. Natürlich nur da, wo keine Schlangen draußen davor waren. Die Tschechen hatten es am besten geschafft: da gabs ein halb volles Restaurant direkt am Pavillion, wo man sich schoen ins klimatisierte setzen, sein Budvar in Ruhe genießen und durch eine Glasscheibe ins innere des Pavillions glotzen konnte. Prost!
Das folgende Bild kommt allerdings nicht von der Expo. Da in Shanghai tatsächlich der erste Kongress der kommunistischen Partei Chinas (CPC) abgehalten wurde, mussten wir dessen Museum natuerlich auch besuchen. Diese Art politischer Bildung ist natürlich kostenlos und man wird in dem Laden (wenn auch nur unterbewußt) schön mit kommunistischer Propaganda geärget. Alles à la “Mit dem ersten Kongress der CPC ist das glorreiche Zeitalter der Chinesen angebrochen…” bla bla. Die lokalen Touri-truppen schienen es aber cool zu finden. Wie auch immer, das folgende Photo wurde direkt am Eingang hinter dem Körper und Rucksackscanner aufgenommen.

Eigentlich wollten wir am ersten Abend auf den Jin Mao Tower 金茂大廈, um die Aussicht zu genießen. Dann meinte aber ein Freund (wo wir auch kostenlos untergekommen sind), dass es im Hyatt ganz oben eine nette Bar names Vue Bar gibt, die klasse Drinks und einen Whirlpool aufm Dach hatten. Ich erspare euch mal die Jacuzzi photos und bringe hier die Skyline von Pudong 浦东新区 an den Start:

War ein netter Trip, und auf dem Rückweg ging es auch per Transrapid (a.k.a. Meglev 磁悬浮列车) zum Airport. In 8 Minuten 30 km zurückzulegen war schon klasse. Auf dem vom Airport in die City brauchten wir mit dem Taxi zuvor ganze 50 Minuten.
Singlish - Big cock also got!
2010-07-06, on 23:23 | In entertainment | No CommentsLetztes Jahr waren ja Cass und Koz in Singapur. Es war ein schöner Trip, mit viel Action und jeder Menge gutem Essen. Am allercoolster ist aber das dort gesprochene Singlish (auch wenn die Singapurianer als Muttersprache English angeben … und die meinen das ernst!). Aber guckst hörst du selbst:
299 Top Executives, 1 Chief Executive und 1 Koz
2010-07-05, on 17:52 | In in hong kong, work | 5 CommentsSo liest sich das offizielle Intro:
The Chief Executive, Mr Donald Tsang, today (June 22) hosted a cocktail reception to thank the foreign investors whose presence in Hong Kong is a testimony to its position as Asia’s international business and finance centre. The cocktail reception, attended by about 300 top executives, is an annual event to warmly welcome overseas, Mainland and Taiwanese companies that have set up or expanded in Hong Kong [...]
So lief Kozzi’s Version ab:
Vor ziemlich genau 2 Wochen hatte der Kozzi mal wieder einen öffentlichen Auftritt. Da dieses mal der Chief Executive von Hong Kong Donald Tsang zu Speis und Trank einlud, hatte der Koz auch eine Ausrede, um sich mal nen ordentlichen Zwirn maßschneidern (oder mit 3 ’s’?) zu lassen. Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Freund von solchen Veranstaltungen. Ein Informatiker ist für sowas einfach nicht gebaut worden. Obwohl ich gehört habe, daß Special Ops Field Engineers auf alles vorbereitet sind.
Donald hat am Anfang eine kurze über weite Strecken langweilige Rede gehalten worin er z.B. meinte, dass die HK Regierung ca. 10 mal pro Woche verklagt wird und er das gut findet. Offener Markt, Rechtsicherheit usw. wollte er wohl damit hervor heben. Wie auch immer, ich habe mich an den Rotwein, Lachs und Kaviar gehalten. Achja, und die Peking Ente bitte nicht vergessen, da war nämlich ausschließlich die gute Haut am Start und es wurde einem von nem Koch direkt mundgerecht zusammengerollt.
Irgendwann zur Mitte der Veranstaltung war dann Photo-Runde. Ein bißchen angeschwipst habe ich es auch aufs Treppchen geschafft. Ich glaube aber, das leicht ist keinem aufgefallen… Wer findet den Kozzi mit den roten Wangen auf dem Photo?

Mehr zu dem Thema:
Wenn die Mailbox brennt
2010-06-11, on 10:59 | In life | 1 Comment
Bei dem Anblick ist mir irgendwie durch den Kopf gegangen, was ich machen würde, wenn die Mailbox jetzt einfach anfangen würde zu brennen.
Manchmal gehen einem schon komische Sachen durch den Kopf
Reply-To kann auch als solches genutzt werden
2010-06-09, on 16:26 | In computer science | 1 CommentHabe gerade mal wieder eine Email von JobsDB.com (größte Jobbörse in Asien) bekommen. OK, sie haben mal wieder den Preis für Job-Anzeigen erhöht, aber das ist eigentlich das weniger nervige. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Leute den Sinn von bestimmten Email-Feldern nicht verstehen oder sie einfach nicht richtig nutzen wollen? Habe mich ja schon dran gewöhnt, dass ich komisch angeschaut werde, wenn ich jemandem sage: “Bitte ‘BCC’ mich, wenn du dem oder dem antwortest.” Hier aber kommt es interessanter Weise schon von einer Firma, die ihr Geld im Internet erwirtschaftet. So sieht der Header der Email aus:

Am Ende der Email steht dann:

Hmm … ich weiß nicht genau, was ich mir darauf reimen soll? Vielleicht vollen die auch einfach nur ihre CS Email-Addresse nicht mit “unzustellbar” zugemüllt bekommen? Wobei das allerdings helfen würde, deren Mailingliste mal zu säubern. Naja, jedenfalls, finde ich, dass man die CS Email-Addresse ruhig in das “Reply-To”-Feld hätte reinpacken können. Jedenfalls empfehle ich das jedem, der mit Massenemails hantiert. Es ist immer gut, wenn Kundenfeedback nur einen Klick entfernt ist.
Null Komma Josef
2010-05-30, on 18:07 | In in hong kong | 2 CommentsHeute war ich mal wieder bei Marketplace in Hong Kong Central, da ich Sauerkraut für das Eisbein brauchte. Dabei habe ich auch wieder eine weitere deutsche Biermarke entdeckt. Was es nicht alles gibt…
Schön direkt zwischen den anderen deutschen Bieren Veltins und TsingTao
P.S.: Ich hatte mich am Ende für ein Löwenbräu Hefe-Weizen entschieden, bzw. zwei. Leider gibts das nicht in der Flasche dort, sondern nur in der Büchse. Zum Glück ist kein Dosenpfand drauf.
Hong Kong bei Nacht macht was her
2010-05-26, on 22:16 | In in hong kong | 1 CommentIch kann mir nicht helfen, aber selbst so eine normale Ecke in Wan Chai macht schon etwas her bei Nacht. Auch wenn mein BlackBerry Bold nicht ganz so ne gute Kamera hat. Ist jedenfalls meine Meinung…
‘Das Boot’ auf Jungfernfahrt in Hong Kong’s Gewässern
2010-05-21, on 23:41 | In in hong kong | 3 CommentsNach langem hin und her, haben wir nun endlich unser Boot. Um genau zu sein “Das Boot” - ist auch amtlich unter genau dem Namen beim Hong Kong Marine Department registriert.
Kurz die technischen Daten (für die Akten):
- ‘Made in China Factory’ Boot aus koreanischem PVC.
- Aufblasbar.
- 6 Luftkammern für die Sicherheit. (Da kann ruhig mal eine ausfallen)
- Inkl. Alu Boden, Paddel und Luftpumpe.
- Zugelassen für 8 mutige Passagiere (incl. Captain).
- 30 PS Motor von den Wassermotorexperten bei Mercury.
- 2-Takter und so schön laut
- Sandanker, Rettungswesten und Feuerlöscher sind auch an Bord.
Was nicht so alles vorgeschrieben ist? Naja, wenn man (ich) schon keine Lizenz (also Bootsführerschein) hat, dann sollte man doch wenigstens alles andere an Board haben, was vorgeschrieben ist. Reicht doch eigentlich, wenn einer an Board nen Lappen hat wa?
Egal, im Norden Hong Kong’s haben wir dann ein ruhiges Pier gefunden und lustig los gepumpt. 2 Stunden und ca. 2 Liter Schweiß weniger (unter direkter Sonne mit 38+ Grad) waren wir dann soweit. Das Boot war zu Wasser gelassen:

Nachdem der Motor dran war, gings dann auch gleich los. Das folgende Foto wurde aufgenommen kurz bevor Justin ein “bißchen” Gas gegeben hat …

… was darin resultierte, dass ich meinen schönen Hut verloren habe. Da es aber einfach ist das Boot umzudrehen, haben wir ihn mal wieder aufgesammelt. Ein sehr sehr verwackeltes Video davon gibt es auch:
Sorry für die eher mittelmäßige Bild-, Ton- und Videoqualität aber mehr hat mein BlackBerry Bold nicht hergegeben.
Nachdem wir aus der Sai Kung Zone raus waren, sind wir ein bisschen ins Beach/Bay hopping übergangen. Es ging dann erstmal an der Hong Kong University of Science and Technology vorbei nach Lobster Bay, dann zu Clearwater Bay 1 (Nr. 2 haben wir ausgelassen) und dann quer durch den HK Harbour nach Hong Kong Island, um uns dort am Shek O Beach die beste Pizza in HK zu ziehen. Aber auf einem Bein steht man ja schlecht. Dort wurde auch der Sandanker für den Strand ausprobiert. Da das Boot nicht weggespühlt wurde, scheint er zu funktionieren:

Natürlich tut man beim parken erstmal schön mitten auf den Strand zufahren und dann direkt mitten drin parken. Man braucht ja Raum, um rauszurollen! Nach Speis’ und Trank gings dann um die Ecke nach Tai Tam, um zu Ankern. Eigentlich kann man das eher als “an einer Boye festnuddeln” bezeichnen.
So, Kozzi ist gut fertig heute und hat auch wieder schön Lobster-Farbe angenommen. Und das lag nicht an dem Bay …
Ganz viele Apachen machen nicht ganz so schnell schlapp
2010-05-20, on 18:02 | In computer science | 5 CommentsIch bin echt ein bißchen beeindruckt, dass Apache bei der Serverauslastung nicht sofort komplett dicht macht. Auch wenn es trotzdem nach einigen Stunden dann passiert, so versuchen meine vielen kleinen Indianer-Gabeln doch ihren Job so gut wie möglich zu machen. Respekt.

Trotzdem sollte man vielleicht über ein allgemeines Tuning nachdenken. Eine halbe Minute Wartezeit für das Laden einer Webseite kann man ja keinem zumuten.
Der Tod eines Haustieres
2010-04-24, on 12:34 | In life | No CommentsIch hatte noch nie ein wirklich eigenes Haustier zuvor. Irgendwie war das auch immer ganz OK so, und ich habe nichts vermisst. Letztes Jahr hat Cass allerdings von mir 2 Schildis (liebevoll von uns auch Torts genannt) bekommen. Raffy und Mikey waren damals noch sehr junge Afrikanische Spornschildis. Sie waren recht munter und in der warmen Jahreszeit fast die ganze Zeit auf der Terasse. Das gefiel ihnen und dort gings richtig ab! Da wurde rumgelaufen, geklettert und ordentlich in die Ecke gepupt
Allerdings kam dann der Winter und unsere beiden Torts es fortan schwer. Wie normalerweise üblich haben wir uns etwas Equipment besorgt, um sie artgerecht zu überwintern. Da wir afrikanische Spornschildis hatten, war nicht damit zu rechnen, dass die sich in ihren Winterschlaf zurückziehen. Das Problem in Hong Kong ist, wie fast überall in China (bei den Kommis noch viel schlimmer), dass man nie weiß was man kauft - auch wenn es drauf steht! So besorgten wir uns eine Reptilien-Lampe (Marke Rep-Pro) welche Wärme und UVB-Strahlung abgeben sollte. Warm war sie, aber UVB kam da fast gar nicht raus, was allerdings erst vor zwei Wochen festgestellt wurde. (UVB-Strahlung wird dringend benötigt, damit die Tierchen Calcium aus der Nahrung aufnehmen, verarbeiten und dieses in den Knochenaufbau investieren können.)
Nun will ich die Schuld aber nicht komplett von uns schieben. Seit geraumer Zeit war uns aufgefallen, dass Mikey nicht mehr so viel gegessen hatte. Die Tort-Kategorisierung war bei uns folgende: Raffy ist der Freedom-Fighter, der ständig versucht irgendwo auszubrechen (recht erfolgreich muß ich sagen) und Mikey war der Fresssack, der einen gesunden Rhytmus von Essen-Schlafen-2MeterRundTrip-Essen-Kacken-Schlafen-Essen-usw. hatte. Wir hätten bei dem ersten Anzeichen von mangelndem Appetit zum Tierarzt gehen müssen. Als dann der untere Panzer von Mikey und Raffy leicht weich wurden, hätten aber spätestens alle Alarmglocken klingeln müssen.
Leider können jetzt beide nicht mehr im Doppelpack angreifen, da Mikey nicht mehr unter uns weilt.
Wie es soweit kam:
Als mir vor zwei Wochen aufgefallen war, daß Mikey sich nicht mehr bewegte, nahm ich ihn hoch und er fühlte sich schon wie tot an (sehr komische Formulierung). Die Augen waren komplett auf und der Mund war weit aufgerissen. Ein recht schrecklicher Anblick, denn irgendwie sah es aus als ob er qualvoll gestorben ist und die muskeln dann verkrampft sind. Ein paar Stunden später schaute ich dann nochmal, um wirklich sicher zu gehen, und der Mund war geschlossen. Sofort keimte Hoffnung auf und die Suche nach einem Vet in Hong Kong lief auf Hochturen. Leider hat die Notrufnummer nur auf sich selbst verwiesen und war somit nicht zu gebrauchen. Am nächsten Morgen ging es dann gleich ins Krankenhaus für exotische Tiere. Ein Ultraschall hat dann aber schon keinen Herzschlag mehr erkennen lassen, was allerdings bei Torts durch den Panzer auch recht schwierig ist. Wir konnten also nur wieder nach Hause gehen, den kleinen gut wärmen und schauen, ob er sich wieder bewegt. Zwei Tage später war dann aber klar, dass nichts mehr zu retten war. Mikey blieb leblos liegen und wir emotional im Tal der Tränen. Er war ein klasse kleiner Kerl, der einen so frühen Tod nicht verdient hatte.
Raffy allerdings schien auch nicht 100%ig fit zu sein, und somit hatten wir ihn bei der Gelegenheit auch gleich untersuchen lassen. Es ist nicht normal, wenn bei Wüstentieren die Nase läuft. Belehrende Erklärungen vom Vet und einen Schuß Röntgenstrahlen später wurde dann prognistiziert, dass wahrscheinlich eine Lungenentzündung vorliegt. Das könnte möglicherweise auch der Grund für das Ableben von Mikey sein, denn es war recht kalt - zu kalt - für die Wüstentorts hier. Eine Antibiotika-Kur, Augen- und Nasentropfen, eine Umstellung der Diät, sowie ein weiter ausgebauter Wohnraum mit einigen Lampen und jeder Menge Thermometern zur Temperaturkontrolle bringen hoffentlich die Wende.
Fazit: Bei Haustieren (wie auch bei der eigenen Gesundheit) verharrt man meist zu lange im Zustand des Ignorierens. Beendet ihn bevor es zu spät ist!
P.S.: Wer einen Reptilien-Tierarzt in Hong Kong benötigt, kann sich an das Tai Wai Small Animal and Exotic Hospital wenden. Die Ärztin ist aus den Staaten (Cass meint vermutlich Cornell) und macht einen kompetenten Eindruck.















