Alte HP Drucker funktionierten auf MacOS Catalina kurzzeitig nicht

Mein guter alter HP Color Laserjet CM1312nfi MFP tut schon seit 2009, also über 11 Jahre, seine Dienste. Ich habe schon tausende von Dokumenten mit ihm gescannt und noch viel mehr Dokumente gedruckt. Er hat bereits 4 Umzüge mit insgesamt über 9.000 km Distanz mit gemacht. Auch so einige MacOS Updates haben die HP Treiber in den 11 Jahren überstanden – Respekt! Sogar das Upgrade zu MacOS Catalina hat er mit einer 3rd Party zum Scannen überstanden.

Letzte Woche dachte ich, er hat das Zeitliche gesegnet. Es schien so als ob ich normal drucken konnte, aber er spuckte kein gedrucktes Blatt mehr aus. Jeder Druckauftrag ging ins Nirvana.

Nach kurzer Google Suche einen Tag später wurde mir so einiges klar: Apple hatte (auf anraten HPs hin) den Zertifikaten der alten HP Druckertreiber die “Zulassung” entzogen – sprich sie invalidiert. Somit konnte kein MacOS Prozess mehr auf diese Treiber zugreifen und ordnungsgemäß drucken. Der Fehler machte sich dann auch bald so bemerkbar:

Wie mir, ging es wohl auch tausenden anderer Nutzer. Nach wohl so einigen verärgerten Kunden, musste HP wohl den Fehler eingestehen. Relativ schnell haben sie die Zertifikate wieder validieren lassen. Trotzdem ging es bei mir noch nicht und ich machte mich heute wieder auf die Suche. Dabei bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: “HPxxxxx.framework” will damage your computer” message in macOS Catalina or Mojave

Die Lösung

Letzten Endes musste ich nur den Drucker-Treiber neu installieren, der eigentlich mit Apple’s MacOS standardmäßig mitgeliefert wird. Wer den braucht, kann ihn hier herunter laden: HP Printer Drivers v5.1 for OS X

Bei mir ging das Drucken nach Installation der Treiber auf Anhieb wieder. Bei wem das nicht geht, bitte folgendes probiere:

  1. Drucker von “Systemeinstellungen → Drucker” entfernen
  2. Treiber Installieren
  3. Mac neu starten
  4. Drucker in “Systemeinstellungen → Drucker” wieder hinzufügen

Viel Glück 🙂

Service Recommended bei Akku von MacBook Pro A1707

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich den gewölbten Akku meines MacBook Pro A1707 ausgetauscht. Heute habe ich zum ersten mal die neben stehende Meldung in der Ladestandsanzeige des Akkus gesehen. Wie es scheint, muss ich den Akku wohl bald wieder austauschen. Ich habe seit geraumer Zeit ja immer mehr das Gefühl, dass der Akku vielleicht schon wieder gewölbt ist. Aber so lange es sich noch nicht wirklich bemerkbar macht, fasse ich den Akku nicht wirklich an. Bisher funktioniert alles recht gut. Es scheint nur so, dass er auch im Dauerstrom-betrieb etwas an Ladeleistung verliert. Das sollte eigentlich nicht passieren.

Nach dem Klick auf den Hinweis, wird übrigens folgendes angezeigt:

An alternative to iFFmpeg / ffWorks on MacOS Catalina called Videomass

For those of you who deal with videos and video formats either for fun or for work, you got to be able to convert (aka transcode) videos from time to time. May it be for simply changing the video codec or for simple things like reducing file size through increasing compression, reducing resolution or similar things.

On my Mac I used to use iFFmpeg for over 7 years and did buy a license back then. The open source command line program ffmpeg is a quasi industry standard — a powerful tool that can do almost anything to a video / media file. While I generally like command line programs, we all get older and sometimes it is just quicker to use such a tool through user interface where one can click buttons, batch process things easily and so on. That’s what iFFmpeg was: a graphical user interface for the powerful command line tool ffmpeg. And I loved using it.

After many months of resisting, I finally upgraded my macOS to Catalina. It is a 64 bit only operating system. Unfortunately, iFFmpeg is a 32 bit application, which can not run on Catalina — while the command line tool ffmpeg runs perfectly on 64 bit. That’s a bummer.

Since I purchased a license of iFFmpeg 3 back in the day, new versions had been published as iFFmpeg 4, 5, 6 and then it got rebranded to ffWorks, which is available as a free trial. I downloaded that and it works out-of-the-box. So I looked up what the full version costs and it is something like €20 for the license. Quite reasonable a price I thought — even though the original iFFmpeg did cost US$15 (~€12.73). I noticed on their website that there is also a special upgrade price for iFFmpeg 4,5,6 users for only €10. At least that’s what’s stated on their website.

Sending an email is quick, so I dropped them a quick note asking if I could also upgrade for the upgrade price. As a loyal user that would have definitely been an easy move. Their reply came swiftly and was short: only iFFmpeg 6 customers can upgrade for that price. Bummer again. 🙁 In a quick reply I pointed out that actually the website said iFFmpeg 4,5,6 users should be getting it, and that I noticed during checkout that there’s a discount code field. As I’ve been working with e-commerce shops for many years now, it is obvious that they could simply create a discount code for me so I can quickly purchase my upgrade and we’re set. So I asked them if they could create a discount code for me.

No reply.

Well, ok. I needed to convert some videos — that’s why I even looked into this at the moment — so I went on and looked for alternatives on the Internet. Bottom line, I found a – what I believe – better alternative that can do more and is completely open source and free-of-charge. It is called Videomass and I like it so far. Look it up here:

Videomass website: https://jeanslack.github.io/Videomass/

While the user interface is a bit more simple IMHO, it appears to be more flexible with its presets where you can easily set up your own. Besides ffmpeg it also offers the graphical use of youtube-dl, which is a great command line tool I am also using for many years.

Videomass 3.1 – it’s not pretty, but it does its job and it does it great!

Videomass is an open-source program licensed under GPL3. That’s great, because ffmpeg and youtube-dl are open source as well. Simply select the installed versions and it is an out-of-the-box experience.

Conclusion

In the end, I switched away from a product that I actually loved because their customer service didn’t understand the value of keeping their customers happy. I would have happily paid the €10 upgrade price and would not have even gotten the idea of looking for an alternative. Yet customer service was too slow (if they ever reply… so far no reply yet) or it was too resistant to simply making existing customers happy who did already pay before. If I be honest, if I would not have seen that there is a discounted upgrade price available, I would have probably gone for the full price for that new version, because I simply needed to get stuff done. Anyhow, it is what it is and I’m quite happy with this great open source product now. If someone needs a graphical user interface app to work with ffmpeg, give Videomass a try. If you’d like to, feel free to support – in one way or another – the developer who is probably working on that project in his spare time. It could be simply by telling your peers about it, like I did with this blog post.

 

Hausbau #1: Die Hausnummer- bzw. Lachnummer-Story

Wir haben ein Haus gebaut und wohnen nun endlich drin. Es gibt hier viel zu berichten, aber bevor es überhaupt richtig los ging, gab es schon die erste schier unglaubliche Geschichte. Es ist die Geschichte unserer Hausnummer und wie wir letztendlich doch dazu kamen.

Kurz und knapp: Bei manchen Behörden kann man nicht geradeaus zählen. Ein heilloses Durcheinander entsteht, der Bürger soll für dumm verkauft werden, und und und. Lies mehr hier …

Noch vor dem ersten Spatenstich muss so einiges erledigt werden. Hat man sich für einen Bauträger entschieden, so möchte der – so war es jedenfalls bei uns – Stellungnahmen der Versorger haben. Das bedeutet, man stellt eine Anfrage an den lokalen Strom-Netz-Anbieter, an die Telekom (oder andere die das Baugebiet erschlossen haben), an die Trink- und Abwasserwirtschaft, und bittet um “Stellungnahme”. In solch einer Stellungnahme steht dann drin, wo die Kabel/Rohre liegen, wie angeschlossen werden kann, ggf. was das grob kostet, was nicht gemacht werden darf usw. Alles wichtige Informationen zu haben.

Da wir einen Neubau in einem neu erschlossenen Wohngebiet planten, gab es dort noch keine Hausnummern für die Grundstücke, sondern wir hatten nur unsere Flurstücknummer.

Die Bauherren-Hotline der Telekom hat (bei mir jedenfalls) auch sehr gut funktioniert. Allerdings kann die Telekom mit “Flurstücknummern” nichts anfangen. Die brauchen immer zwingend eine Straße und Hausnummer.

Ja welche Hausnummer haben wir?

In den meisten Fällen ist das mit der Hausnummer ja klar. In unserem Fall aber hat unser einer Nachbar die Hausnummer 28, dann kam unser leeres Baugrundstück, dann noch eines und dann die Hausnummer 29. Das war schonmal merkwürdig.

Da ich zu der Zeit oft im Ausland war, dachte ich, eine Anfrage per E-Mail ist den Versuch wert. Die E-Mail Adresse gabs auf der städtischen Webseite www.bad-langensalza.de genau da beim Bauamt wo sie sein sollte. Ich war beeindruckt. Also schrieb ich der guten Dame eine kurze E-Mail mit der Anfrage nach dem Motto: “Die Telekom braucht eine Hausnummer von mir, damit die mir eine Stellungnahme aushändigen können. Wo bekomme ich eine Hausnummer her?” (natürlich besser formuliert)

Prompt bekam ich eine Antwort – ich war wieder beeindruckt. Das funktioniert ja mit den E-Mails usw. In der Antwort hieß es so ungefähr: “Den Antrag stellen Sie bei mir formlos.”

Prima dachte ich; dann schrieb ich also fix einen formlosen Antrag, unterschrieb den, und schickte ihn sogleich eingescannt per E-Mail wieder zurück. Knapp eine Woche später bekam ich einen Brief – ich war nochmals beeindruckt – in dem dann folgendes drin stand:

(ein Auszug)

Das ist ja schonmal interessant, dachte ich. Neben mir ist die Hausnummer 28, dann ich mit der 23, dann frei, dann die 29. Merkwürdig, aber gut, die wissen schon was sie tun. Dachte ich mir.

Ja gibt’s die schon!?

Also rief ich wieder bei der Telekom an und bat nun mit meiner neuen Hausnummer 23, um Stellungnahme. Die gute Dame an der Strippe meinte dann aber schnell: “Moment. Sie haben doch schon einen Auftrag. Der ist auch bereits ausgeführt und angeschlossen. Bei Ihnen liegt doch schon alles!” Meine kurze Antwort: “Bei mir liegt nüschts!”

Allerdings konnte ich mir schon denken, wer die 23 hat. In unserem Baugebiet lag genau zwischen der Hausnummer 22 und der 24 eine noch aktive Baustelle eines Einfamilienhauses. Also bin ich dort hin und habe die Bauherrin ausfindig gemacht. Diese war verwundert, dass man extra eine Hausnummer beantragen muss, denn schließlich hatte sie einen Bauantrag mit der Hausnummer 23 abgegeben, dem auch stattgegeben wurde und so sah alles rechtens aus. Dennoch hat sie sich bei der Stadt erkundigt und siehe da, die 23 war wohl nicht ihre Hausnummer. Obwohl ihr Grundstück zwischen der 22 und der 24 lag. Sie solle doch auch einen formlosen Antrag stellen usw. Daraufhin erhielt unsere (zukünftige) Nachbarin die Hausnummer 19 zugewiesen.

Es ergab sich wieder eine interessante Konstellation mit der Hausnummernfolge: …, 22, 19, 24, 25, 26, 27, 28, 23, ??, 29, usw. Den Postboten der da durchblickt möchte ich sehen!

Nun gut, dachte wahrscheinlich meine Nachbarin (so wie ich), die werden schon wissen was sie tun. Also versuchte sie bei der Telekom ihre Adresse zu ändern (damit die 23 wieder frei wird und ich dann auch meine Stellungnahme beantragen kann). Die guten von der Telekom meinten dann zu ihr: “Moment mal! Die Hausnummer 19 gibts schon. Der Anschluss liegt schon seit 2 Jahren!”.

Ich denke mal, dieses Wirrwar wurde dann dem städtischen Bauamt mehr oder weniger (wohl eher weniger) diplomatisch mitgeteilt. Die haben also gemerkt, was für ein Durcheinander sie fabriziert haben und es ging fortan nach dem Motto: “Kommando zurück!” Die Nachbarn mit der Hausnummer 19 und 23 konnten diese behalten, obwohl sie keinen Antrag gestellt hatten und die Nummern quasi gar nicht “existierten”. Mir wurde ein neuer Bescheid zugeschickt, mit folgendem Inhalt:

(ein Auszug)

Ich sollte nun also ab sofort die Hausnummer 28a haben. Das wäre ja eigenlicht OK gewesen, aber ich mag nunmal die 23 einfach. Abgesehen davon war die ganze Geschichte einfach nur lächerlich. Als ich dann in dem Brief las, dass es möglich sei Widerspruch einzulegen, dann habe ich von diesem Recht gebraucht gemacht.

Knapp eine Woche später kam eine tolle Antwort auf meinen Widerspruch. Man konnte förmlich die Entrüstung über mich zwischen den Zeilen lesen. Auf satten zwei A4-Seiten wurde mir klar gemacht, dass mein Widerspruch niederschmetternd abgelehnt wurde. Zwischen den Zeilen aber klang durch, wie man es nur wagen kann Widerspruch einzulegen. Abgesehen davon, stand allerdings auch folgendes drin:

(ein Auszug)

Insbesondere diese Geschichte von “Grundstücksteilungen/-zusammenlegungen” ist schlichtweg falsch. Das gilt vor allem im Bereich aller Grundstücke von der Hausnummer 21 aufwärts. Als ganz normaler Bürger fragt man sich dann, wie man der Politik (obwohl das eigentlich nichts mit Politik zu tun hat; ist es dennoch menschlich das zu verbinden) und den Behörden noch glauben kann. Man fühlt sich einfach nur verhöhnt.

Nun gut, somit behielt ich eben meine Hausnummer 28a, die wir noch bis heute haben.

Nach 28a und vor 29 kommt was?

Genau das habe ich mich gefragt, denn unsere Nachbarn hatten auch noch keine Nummer. Wir waren voll gespannt, was sie denn bekommen würden, denn am logischsten – jedenfalls für uns geradeaus zählende Menschen – wäre dort die 28b gewesen. Aber wie wir vorher schon erleben durften, es hätte ja auch die 42 oder sonst etwas werden können.

Nichts dergleichen passierte. Sie bekamen die 29a. Nun liest sich die Hausreihenfolge also: 28, 28a, 29a, 29, 30, 31. Dies verstärkte nicht wirklich mein Vertrauen in die Fähigkeit so mancher im Dienste der Bürger.

Alles hätte so viel einfacher sein können

Erinnern wir uns, bevor alles los ging mit der Hausnummer-geschichte war die Ausgangsreihenfolge so: …, 28, (unsere Baustelle), (Nachbar’s Baustelle), 29.

Interessanterweise erinnerte ich mich aber auch, dass unsere Nachbarn in der 29 noch Jahre bevor wir angefangen haben zu bauen, kurzzeitig die Hausnummer 31 an ihrem Haus hatten. Logischerweise, wäre das die korrekte Zählweise gewesen, welche u.a. auch vom Voreigentümer der Grundstücke (der LEG des Freistaats Thüringen) intern und inoffiziell genutzt wurde. Vor Jahren wohlgemerkt. Wäre dies so geblieben, dann hätten wir alle diese tolle Geschichte heute nicht lesen können. Es wäre ganz normal diese Reihenfolge gewesen: …, 28, 29 (unsere Baustelle), 30 (Nachbar’s Baustelle), 31, etc.

Aber nein, so kam es natürlich nicht. Es muss wohl so gewesen sein, dass auch unsere Nachbarn darauf hingewiesen worden, dass diese doch bitteschön eine Hausnummer bei dem Amt beantragen mögen. Nur die haben das Recht (was natürlich auch stimmt) solche Nummern heraus zu geben. Allerdings wäre auch die Fähigkeit geradeaus zu zählen eine gute Eigenschaft gewesen, die hier definitiv von Nutzen gewesen wäre. Denn wider erwarten, haben unsere Nachbarn die 29 bekommen, wodurch nun weiteres Verwirren bei uns und anderen  gestiftet wurde.

Nachfolgend noch ein Überblick aus dem öffentlichen “Geoproxy” Kartenmaterial des Landes Thüringen, wo man sehr schön die Flurstücke (also in unserem Fall die Grundstücke) mit deren Hausnummern sieht.

(Auszug aus dem öffentlichen Geoproxy Portal Thüringen)

Wie man sehr gut erkennen kann gibt es zwischen der 33 und der 36 eine Lücke von 2 Hausnummern. Nun könnte man sich fragen, wo die hätten sein sollen…

 

Wunschdenken

Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die Angestellten der Behörden alles richtig machen wollen. Sie machen einen wichtigen Job und dieser ist bestimmt auch nicht ganz einfach und erfordert besondere Qualifikationen. Es ist allerdings nicht förderlich für das Vertrauen der Bürger in die Politik und die Behörden, wenn derartige Angelegenheiten einfach nur Kopfschütteln und Unverständnis bei uns Bürgern verursachen. Eine Hausnummer ist eigentlich eine verschwindend kleine Angelegenheit im Vergleich zu den großen Problemen die unsere Zivilisation eigentlich bewältigen muss. Es sollte absolut keinen Grund geben einen Artikel hierüber zu verfassen; der auch noch knapp 1.500 Wörter umfasst. Von daher wünsche ich mir einen gewissenhafteren Umgang mit den Bürgern, im Wohle der Bürger und zum Vorteil der Bürger. Denn das ist mein Verständnis von Dienern des Volkes.

 

Verwandte Artikel:

Erfahrung #4 mit der Bauherren-Hotline der Telekom

Telekom-Hausanschluss

Vorherige Beiträge zu diesem Thema:

Das Gute vorneweg: Ich habe jetzt einen Vertrag und dieser wird in 3 Tagen “installiert” und freigeschaltet. Aber alles schön der Reihe nach.

Nachdem ich in meinem dritten Erfahrungsbericht von der Bauherrenhotline doch ein kleines bisschen geknickt — aber dennoch zuversichtlich — war, so wurde letztendlich der Hausanschluss gelegt. Wir haben es tatsächlich geschafft alle Hausanschlüsse (Strom, Wasser, Telekom & Gas-abklemmen) an einem Tag und in einem Ritt durch zu bekommen. Es war tatsächlich auch unproblematisch den Subunternehmer der Telekom dazu zu bekommen am selben Tag auch den Telekomanschluss zu legen. Die Motivation war da, denn es spart denen ja auch Kosten, da nur 1 mal der Boden ausgehoben werden musste. Das Ganze geschah bereits im Juli, aber hier trotzdem ein Bildchen:

Telekom-Hausanschluss
Telekom-Hausanschluss
Telekom Hausanschluss Innen
Telekom Hausanschluss Innen

Nachdem der Anschluss dann gelegt war, haben auch ein paar Tage später gleich die Verkäufer der Telekom angerufen, um mir einen Vertrag anzubieten. Die €300 Gutschrift, die man auf einen Vertrag bekommt, wenn man vorher den Hausanschluss von der Telekom hat legen lassen, war ein gutes Argument. Dennoch konnte ich noch nicht entscheiden, wann der Vertrag anfangen sollte. Das Haus war ja noch nicht fertig. Geschweige denn war ein Übergabetermin in Sicht. Außerdem stand unser Sommerurlaub auf dem Plan. Also teilte ich der netten Dame mit, dass diese gern Anfang September (wenn wir aus dem Urlaub wieder zurück sind) nochmal anrufen solle. Interessanter weise hat 10 Minuten nach diesem Telefon ein anderer Telekommitarbeiter angerufen, der mir auch einen Vertrag verkaufen wollte. Naja, wenigstens kümmern sie sich, dachte ich … auch wenn es ein klein wenig unkoordiniert daher kam.

Nun kam September und leider rief niemand. Ich gab der Truppe dann mal 3 Wochen, da unser Einzug ja noch nicht bevor stand. Wir hatten noch viel zu tun. Anfang Oktober war es dann ein bisschen zu lange und ich habe einmal den Kundenchat der Telekom benutzt. Der war eigentlich recht komfortabel. Ich konnte so nebenher mit der guten Frau chatten und noch andere Dinge erledigen. Sie konnte mir nicht direkt weiter helfen, da diese Buchung (mit der €300 Gutschrift) nur von der Bauherrenhotline vorgenommen werden kann. Aber sie wollte eine Notiz bei denen lassen, damit diese mich am nächsten Wochentag zurück rufen. Der Anruf kam nicht. Ich habe denen dann auch nochmal 2 Wochen Zeit gegeben.

Letzte Woche war es dann mal wieder etwas zu lange des Guten und ich rief direkt bei der Bauherrenhotline an. Die gute Frau konnte dann auch schnell feststellen, dass bei meinem Anschluss wirklich nur max. 6MBit/s Download und 2,4MBit/s Upload zur Verfügung steht. Deren Regio Angebot (wo sie lokale Anbietertarife wie die der Thüringer Netkom mit 100Mbit/s re-sellen) konnte mehr, aber da bekommt man diese Gutschrift nicht. Letztenendes habe ich mich dann für das Magenta Zuhause Hybrid M entschieden. Das hat diese 6/2,4 MBit/s Anbindung per DSL und eine zusätzliche 50/10MBit/s Anbindung per LTE Mobilfunk. Ein spezieller Router wird dafür benötigt. Das ältere Modell, den Speedport Hybrid habe ich mir bereits auf eBay für ca. €20 besorgt — anstatt das neue “Speedport Pro” der Telekom für €400 zu kaufen. Mir wurde dann gesagt, dass der Anschluss wohl bis zu 2 Wochen dauern kann, bis er installiert wird.

Nun habe ich aber doch schon für den kommenden Mittwoch einen Termin für die Installation. Das war dann also ziemlich genau eine Woche. Ich finde das nicht schlecht.

Klingeldraht - Im Wahrsten Sinne!
Klingeldraht – Im Wahrsten Sinne!

Wieso allerdings die Telekom über das selbe(!) DSL-Kupfer-Kabel nur max. 6/2,4 MBit/s durch bekommt, die Thüringer Netkom aber 100 MBit/s durch bekommt, ist mir immernoch ein Rätsel. Es gibt definitiv in der Stadt schnelle Anschlüsse der Telekom und an der letzten Meile kann es nicht liegen, denn die Netkom kann ja darüber bedienen. Unser Baugebiet wurde telekom-technisch ausschließlich von der Dt. Telekom erschlossen. Somit sind das eigentlich deren Kabel die zu den Häusern gehen, aber nur der Konkurrent kann diese voll ausnutzen. Es bleibt mir ein Rätsel.

 

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Blog Kommentare wieder aktiv (WordPress, CloudFront & Kommentare)

Aufgrund meiner letztjährigen Umstellung dieses Blogs auf einen Amazon AWS Server mit CloudFront Distribution, funktionierte anscheinend die Kommentarfunktion nicht mehr so wie sie sollte.

Bei meinem doch schon sehr populären Betrag zum Thema Hong Kong & Demonstrationen vor ein paar Tagen, ist mir die nicht funktionierende Kommentar-Funktion aufgefallen.

Als Resultat musste ich die Konfiguration meiner CloudFront-Distribution anpassen, sodass die Kommentarfunktion wieder ordentlich läuft und durch den eigentlich vorgeschalteten Cache-Filter durchdringt. Wer auch ein derartiges Problem hat, kann ganz einfach einen neuen “Cache Behavior” für die Datei wp-comments-post.php anlegen und diesen mit folgenden Settings konfigurieren:

Wie Hong Kong aus unserer Perspektive war und auch noch ist

Es gibt über 100 Strände in Hong Kong

Gestern habe ich versucht die aktuellen Demonstrationen in Hong Kong zu erklären. Das hat ggf. ein etwas nicht so schönes Bild von Hong Kong hinterlassen.

Deshalb möchte ich heute zeigen, was Hong Kong für uns auch bedeutet (hat) und wie wir es erlebt haben. Denn neben den vielen Hochhausschluchten, den Menschenmengen und der Hektik, gibt es viele ganz andere liebenswerte Seiten dieser Stadt, die mich auch nach 10 Jahren jede Woche immer wieder aufs Neue überrascht hat.

Hier also eine kleine Auswahl von Impressionen von “unserem Hong Kong”:

Warum in Hong Kong 1/7 der Bevölkerung demonstriert

Hong Kong Demonstrationen © HKFP

Ich habe 10 Jahre in Hong Kong gelebt. Außerdem habe ich dort meine Frau kennengelernt und unsere Tochter ist in Hong Kong geboren. Wir besitzen alle eine permanente Aufenthaltsgenehmigung dort und können somit dort u.a. auch wählen gehen. Kurzum: Hong Kong ist uns ans Herz gewachsen und es ist uns wichtig, dass dieser kleine Fleck Freiheit im Reich der Mitte erhalten bleibt.

Für meine Freunde hier in Deutschland möchte ich einmal kurz zusammen fassen, worum es bei den aktuellen Demonstrationen in Hong Kong geht und wieso diese Meinungsbildung so wichtig für die Hongkonger ist.

Eingeteilt habe ich diesen Artikel in drei Teile:

  1. Was ist Hong Kong
  2. Was und wer sind “Hongkonger”
  3. Was die Hongkonger erreichen wollen

 

1. Was ist Hong Kong

Hong Kong war vor dem Jahre 1842 ein Felsen im südchinesischen Meer, der nur sporadisch von ein paar wenigen einheimischen Fischern und vielleicht ein paar Piraten bewohnt war. Den ersten Opiumkrieg zwischen dem Britischen Imperium und Chinesischen Kaiserreich hat Großbritannien für sich entschieden. Neben Reparationszahlungen wurde u.a. auch Hong Kong an Großbritannien abgetreten. Wohlgemerkt ohne zeitliche Begrenzung. Es war fortan eine britische Kronkolonie.

Auch den zweiten Opiumkrieg entschied Großbritannien für sich und China trat den “Distrikt 1” von Kowloon sowie “Stonecutters Island” an Großbritannien ab. Wiederum ohne zeitliche Begrenzung.

Im Jahre 1898 wurde den Briten klar, dass Hong Kong mehr Platz braucht, um zu wachsen und es zu sichern. Somit wurde ein Pachtvertrag mit China für die “New Territories” geschlossen, der auf 99 Jahre festgeschrieben wurde und somit bis 1997 lief. Im Vergleich: Die 12-fache Fläche des existierenden Hongkong’s kam somit dazu. Hier eine Übersicht über den zeitlichen Verlauf:

Hong Kong Karte - Quelle Wikipedia
Hong Kong Karte – Quelle Wikipedia

DIE RÜCKGABE

In den 1980er Jahren hat die Regierung der Volksrepublik China den Briten klar gemacht, dass sie den Pachtvertrag über die “New Territories” im Norden nicht verlängern wollen. Sprich, China wollte sein Territorium zurück. Für die Briten war es aber längst schon eine Stadt geworden, die untrennbar war. Somit boten die Briten an, nicht nur die “New Territories” sondern Hong Kong als Ganzes, also auch “Hong Kong Island” und “Kowloon”, China zu überlassen. Das war natürlich interessant für China, denn auf HK Island und in Kowloon sind die ökonomischen Zentren der Stadt. China war also interessiert. Das wiederum gab den Briten eine Verhandlungsmacht, mit der sie bestimmte Interessen durchsetzen konnten.

Somit konnte in dem Vertrag über die Rückgabe von Hong Kong an China folgendes für Hong Kong festgeschrieben werden:

  1. Die Gewaltenteilung bleibt erhalten.
  2. Die Justiz ist unabhängig.
  3. Die Exekutive ist unabhängig.
  4. Die Gesetzgebung ist unabhängig.
  5. Es besteht Rede- und Meinungsfreiheit.
  6. Es besteht Demonstrationsfreiheit.
  7. Es besteht Pressefreiheit.
  8. Hong Kong verwaltet sich selbst (bis auf Verteidigung und Außenpolitik).
  9. Es sollen demokratische Wahlen für Legislative und Regierungschef eingeführt werden.
  10. Garantiert für mind. 50 Jahre (also bis 2047).
  11. Grundprinzip: “Ein Land, Zwei Systeme”.

Insbesondere der letztere Punkt wird immer wieder aufgegriffen. Er bedeutet ganz einfach, dass Hong Kong fortan zu China gehört, welches sein kommunistisches System hat. Hong Kong selbst aber ein eigenes offeneres politisches und gesellschaftliches System hat. Trotzdem sind sie beide Teil des selben Landes. Also “ein Land, zwei Systeme”.

 

2. Was und wer sind “Hongkonger”

Hong Kong selbst war schon immer ein “Einwanderungsland”. Fast alle Bürgerinnen und Bürger von Hong Kong haben wie es im deutschen so schön (und oft fast schon beleidigend) heißt einen “Migrationshintergrund“. Hier ein Überblick über die ethnische Verteilung aus dem Jahre 2016:

Ethnien in Hongkong
Ethnie Männer Frauen Gesamt
Chinesen 3.237.938 3.514.264 6.752.202
Filipinos 10.926 173.155 184.081
Indonesier 1.792 151.507 153.299
Weiße* 37.016 21.193 58.209
Inder 17.665 18.797 36.462
Nepalesen 13.188 12.284 25.472
Pakistaner 10.388 7.706 18.094
Thailänder 1.336 8.879 10.215
Japaner 4.970 5.006 9.976
Andere Asiaten 7.827 11.762 19.589
Andere 32.316 36.670 68.986
Gesamt 3.375.362 3.961.223 7.336.585
Anmerkung: * „White“ bzw. ‚白人‘ – in der Amtliche Statistik
Quelle: Wikipedia / Amtliche Statistik 2016[15]

Ich habe zu der kleinen Minderheit der “Weißen” gezählt, die mit nur 58 Tausend einen äußerst geringen Teil der 7,3 Millionen Menschen ausmacht. Um genau zu sein: 0,8%. Trotzdem habe ich mich nicht so ausgegrenzt gefühlt, wie so manche Ausländer in Deutschland heutzutage. Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.

Wenn man die Übersicht so ansieht, dann könnte man denken, dass die überwiegende Mehrzahl der Hongkonger Bevölkerung der selben Herkunft angehört und sie somit als “Einheit” betrachtet werden kann. Dem ist allerdings nicht so.

“Ethnisch Chinesisch” fasst in diesem Fall Chinesen aus Hong Kong und Chinesen aus der Volksrepublik China, die nach HK gekommen sind, zusammen. Das macht im ethnischen Kontext auch Sinn, aber im gesellschaftlichen Sinne gibt es hier sehr viele Vorurteile und Abneigungen.

Spezielle Immigrationsprogramme in Hong Kong sorgen dafür dass jährlich eine bestimmte Anzahl von Chinesen ohne “Prüfung auf berufliche Qualifikation” o.ä. eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Ich hatte mal von 150 pro Tag gehört, aber ob das stimmt, kann ich nicht sagen. Darüber hinaus gibt es ein mehr oder weniger unbegrenztes Programm für qualifizierte Arbeitskräfte aus der VR China. Sprich, wenn man was drauf hat und in HK gebraucht wird, dann bekommt man ein Arbeitsvisum. Hinzu kommen Studienplätze mit anschließendem Bleiberecht usw. Kurzum: Es ist von der Regierung gewollt, Immigration von Chinesen aus China nach Hong Kong zu fördern.

Gleichzeitig gibt es allerdings viele Vorurteile von Hongkongern gegenüber diesen Festland-Chinesen die konstant nach Hong Kong kommen. Das fängt mit Umgangsformen wie rüpelhaftem Verhalten an; geht über zu Schwemmen von Touristen die in HK nur shoppen gehen, die Straßen und Geschäfte verstopfen und dann wieder weg; über zu Schwangern die in HK ihr Kind zur Welt bringen wollen und somit das kostenlose Gesundheitssystem an den Rande des Kollapses brachten; bis hin zu Neureichen die Immobilien in Bar mit einem Koffer voller Scheine bezahlen und so die Preise hoch treiben.

Gleichzeitig werden auch immer wieder mal Medienunternehmen, wie die liberale South China Morning Post zum Beispiel, von chinesischen Firmen übernommen (in dem Fall Alibaba). Die Angst der Zensur greift um.

 

3. Was die Hongkonger erreichen wollen

Vor diesem Hintergrund ist Hong Kong jetzt fast 22 Jahre nach der Rückgabe an China an einem Punkt angekommen, wo die Menschen wenigstens die elementarsten Dinge, und zwar ihre Freiheiten in Hong Kong, verteidigen wollen.

Aktuell geht es um einen Gesetzesentwurf der Hongkonger Regierung. Dieser soll es erlauben — wenn auch unter scharfen Auflagen — Hongkonger Staatsbürger an China ausliefern zu können. Das ist mit den aktuellen Gesetzen nicht erlaubt. Auch wenn jeder Einzelfall richterlich geprüft werden würde — man bemerke viele Konjunktive — öffnet dies doch die Tür der Auslieferung der eigenen Bürger an ein kommunistisches Regime, wo die Gerichte nunmal nicht unabhängig sind.

In dem Gesetzentwurf sollen u.a. politisch Angeklagte ausgenommen werden. Das ist aber auch nicht mehr als Augenwischerei, denn in China werden Menschen auch gern mal unter einem Vorwand für etwas anderes angeklagt. Ist eine Person erst einmal nach China ausgeliefert, dann wird es schwer für die Person dort wieder heraus zu kommen.

Vor einigen Jahren gab es zum Beispiel den Fall von ein paar verschwundenen Buchhändlern aus Hong Kong, die in Hong Kong(!) China-kritische Bücher vertrieben hatten. Das ist dort erlaubt. Nach einigen Monaten sind die Buchhändler wieder aufgetaucht – manche in China. Es gab natürlich fadenscheinige Begründungen wieso diese dort waren usw. Aber quasi keiner in Hong Kong glaubt diese “Begründungen”. Eigentlich glaubt jeder, dass diese von Spionen der VR China entführt wurden. Ob das so stimmt oder nicht, kann ich nicht bewerten. Auszuschließen ist es allerdings in der Tat nicht.

Mit diesen und vielen anderen Vorfällen im Kopf, erkennen die Hongkonger, dass China versucht seine Macht in Hong Kong sukzessive auszubauen — und das auch ganz ohne bis 2047 zu warten. Die aktuelle Regierungschefin wird schlichtweg als Marionette der chinesisch kommunistischen Regierung angesehen und nicht als Vertreterin der Hongkonger Bürgerinnen und Bürger — was eigentlich ihre Verpflichtung wäre.

Auch wenn es in Hong Kong fast alle Elemente einer demokratischen Gesellschaft gibt; eines fehlt dabei: Die Macht der Bevölkerung den Regierungschef bzw. die Regierungschefin wählen zu können. Das war der Grund für die letzten großen Proteste im Jahr 2014. Damals wurden die Proteste hauptsächlich von jungen Menschen geführt.

Dieses Jahr ist es anders. Auch wenn es trotzdem viele junge Menschen auf die Straßen treibt, so ist der aktuelle Protest doch sehr viel breiter angelegt. Wenn es tatsächlich über eine Millionen Menschen waren, die demonstriert haben, dann ist das eine Stimme die gehört werden muss.

Viele meiner Bekannten haben ihren Angestellten heute frei gegeben, damit diese an den Protesten teilnehmen können. Ganz einfach, weil jedem klar ist, dass Hong Kong nur zu dem Hong Kong werden konnte das es heute ist, weil die Menschen gewisse essentielle Rechte genießen und sich frei entfalten können. Die Freiheit ist es immer wert dafür einzutreten.

Ich habe großen Respekt vor allen die friedlich für ihre Freiheit eintreten — in Hong Kong wie auch anderswo in der Welt.

 

Hier noch ein paar Impressionen von den Demonstrationen:

 

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