Chinesische Kuriositaeten [Part 1]

Hier im Reich der aufgehenden Sonne ist doch so einiges anders als in Deutschland. Aufgrund dessen moechte ich ein paar Kuriositaeten chinesischer Natur, die mir hier aufgefallen sind (und auch zugetragen wurden) der Weltoeffentlichkeit preaesentieren. Dabei spielt die Reihenfolge keine Rolle, denn jeder soll sich sein eigenes Urteil bilden koennen.
Dies soll Uebrigens keine Abwertung der chinesichen Kultur oder der Buerger der Volksrepublik China sein. Es sind nette und entgegenkommende Menschen, die stets hilfsbereit (vor allem Auslaendern Gegenueber) sind.

Chinesische 5 Minuten:
Das ist mir so ziemlich als erstes aufgefallen. Wenn hier zu einem gesagt wird, der und der Ort waere nur 5 Minuten entfernt, dann kann sich der Weg durchaus eine halbe Stunde oder mehr hinziehen. In die selbe (ja die selbe) Kerbe schlaegt auch die Tatsache, dass unser lokaler Moebeldealer uns versicherte: “Uebermorgen ist die Ware da!” Pustekuchen! Einen Tag spaeter abends kam das Zeug…
Letztens meinte der Handwerker, er kaeme morgen um unseren Kuechentisch zu bringen und zu installieren. Das ist nun mittlerweile eine Woche her.

Die Eingepacktlassmanie:
Auf dem Handydisplay die Schutzfolie drauf zu lassen oder die Fernbedienung in eine Tuete einzupacken ist ja noch normal.
In Hongkong (an meinem ersten Tag in Asien) fiel mir schon auf, dass die Deckenpanele, ja die komplett verbauten, noch mit der Herstellerschutzfolie versehen sind. Natuerlich sind solche Schutzfolien nicht einfach transparent, sondern bedruckt. Sehr elegant.
Dann, auf einer Fahrt zu irgendeinem Flughafen (ich glaube es war in Guangzhou) ueberholten wir doch einen SUV (so ein Kombi/Gelaendewagen) bei dem die verchromte Trittleiste noch eingepackt war. Das ist dieses fette Ding, wo man drauf tritt, wenn man in so ein Gefaehrt reinkommen will, geht also von Anfang der Vordertuer bis zum Ende der Hintertuer.
Bei Buerostuehlen, gutes Beispiel, sind vom Lieferanten her die Polster in Folie eingeschweisst. Kein Chinese wuerde daran denken, diese auszupacken!
Diese Manie geht so weit, dass sogar CRTs (fuer nicht Informatiker: Roehrenmonitore) komplett in Folie eingepackt bleiben. Resultat: Bild ist superunscharf und waerme ist immer vorhanden!

Copy for Life:
Ein schon allseits bekanntes Motto allgemein im asiatischen Raum ist: Mehr oder weniger gut kopiert ist besser als neu erfunden. So unpraktisch eine Konstruktion auch sein mag, sie wird uebernommen – ohne Veraenderung! Als Beispiel gibts hier die neu entstandenen “Pommes”-Wagen/Schubkarren, die hier gerade am entstehen sind. Mal ganz abgesehen davon, dass das Verstaendnis durchfrittierten Pommes hier anders ist, gibt es eine Wagenkonstruktion, die wohl einmal von irgendwem erfunden wurde, meiner Meinung nach superunpraktisch ist und trotzdem weiterhin kopiert wird.

Technologie in allen Lebenslagen:
Jeder noch so kleine Bauarbeiter, Handwerker o.ae., hat ein HighTechHandy.
So abgefuckt (sorry fuer den Ausdruck aber ein anderes Wort gibts dafuer nicht) ein Treppenhaus auch sein kann, dreckig, ca. 2000 Jahre alt, heruntergekommen wie nichts, Muell herumliegend, usw. es gibt da drin auf jeden Fall Geraeuschsensoren, die beim Klatschen in die Haende (oder aehnlich lauter Geraeusche) das Licht angehen lassen…

Zusammenrottung aehnlicher Geschaeftszweige:Die Tatsache, dass es in jeder groesseren Stadt eine Gegend gibt in der z.B. alle Computergeschaefte der Stadt sind, finde ich eigentlich gar nicht so schlecht. Gleiches gilt auch fuer Moebel, Elektrogeraete, Universitaeten, usw.. Ist nur dumm, wenn man die Gegenden nicht kennt.
Aber am lustigsten fand ich in Guangzhou die Maedels, die mit ihrem Hoeckerchen auf dem Fussweg sitzen und einem die Schuhe putzen wollen (aehnlich wie in alten amerikanischen Filmen). Nur sassen auch hier alle zusammen vereint in einer Strasse auf 50m nebeneinander. Ob das so sinnvoll ist?

Chinesische Produktqualitaet:
Hier ist nichts fuer den laengeren Gebrauch gebaut und Produktionsfehler sind an der Tagesordnung. Die Antwort wenn man etwas bemaengelt ist dann immer: “Das ist kein Problem!” oder “Macht nichts!” Ja hallo! Ob das ein Problem ist oder nicht entscheidet doch der Kunde, oder etwa der Lieferant, der aus versehen mal die falsche Tuer einbaut o.ae.?

Bis es auseinanderfaellt:
Die Taxis zum Beispiel (zum Glueck gute deutsche VW-Qualitaetsproduktion, man fuehlt sich echt heimisch manchmal) werden gefahren bis sie auseinanderfallen. Da ist es egal ob die Bremsen quietschen. Metall auf Metall ist wirklich nicht angenehm fuer sensible Ohren.
Ein Radiosender der auf derbste rauscht und verzerrt ist, darf auf gar keinen Fall nachjustiert werden!
Egal wie platt Reifen sind, so lange die Felge nicht allzu oft den Boden beruehrt, kann weitergefahren werden.

Auslaender machen nur Probleme:
In oeffentlichen Einrichtungen und Behoerden tritt diese Einstellung ab und an mal zu Tage. So kann es vorkommen, dass man bei der Polizei (es gibt eine polizeiliche Meldepflicht) schonmal warten muss und 20 Chinesen vor einem abgefertigt werden. Oder, dass beispielsweise nach der Wartezeit von 1 Stunde oder so der Bahnticketschalter direkt vor der Nase geschlossen wird, weil die Verkaeuferin Angst davor haben mit Rundaugen zusprechen. Aber alles ist handlebar! 😉

to be continued…

Frauen und Technik

Ich habe geglaubt sowas nie erleben zu duerfen, aber einer meiner ersehntesten Traeume ist wahr geworden: Vor 2 Tagen wurde ein neues Gewand fuer kozboz besorgt.

kozboz|cn

Natuerlich gabs auch gleich das Netzteil dazu. Die Qualitaet des Packets ist chinatypisch mittelmaessig. Zum Service gehoerte allerdings, dass das Netzteil eingebaut wird. Nicht von einem verkappten chinesischen geek (die es meiner Meinung nach auch gar nicht gibt…), sondern von einer feminen Computer-Gehaeuse-und-Zubehoer-Verkaufsfachkraft. Das erste mal in meinem Leben, dass ich eine Frau gesehen habe, die an einem meiner Rechner rumschraubt! Bin immernoch total verwirrt. Das Netzteil wird da nie wieder ausgebaut, sowas gibts nicht oft auf der Welt! 😉

Nachtrag:
Hatte leider keine Cam mit, sonst waere das auf Ewigkeit festgehalten worden!

Kunming -> Beijing -> Kunming

So, wieder gut in Kunming angekommen. Nur ein paar kurze Daten:

  • 3189 km hin
  • 3189 km zurueck
  • 39.5h fuer die einfache Fahrt
  • hard sleeper in der obersten Etage der 3-stockbetten (Wenn man das so bezeichnen kann)
  • gefuehlte Aussentemperatur in Kunming: Fruehling
  • gefuehlte Aussentemperatur in Beijing: Bitterboesekalt

Das waren die Fakten, genaueres kommt spaeter, wenn sich China Telecom ausgekekst und unseren DSL-Anschluss freigeschalten hat.

Access violation

Hat mir doch active.ws meine Domain gepserrt, da ich gegen die AGB’s dieser Gesellschaft wohl verstoßen haben soll. Da auf meinem Blog allerdings keine Spams und kein XXX-Stuff verbreitet werden, kann ich nur auf die Traffic-Beschränkung schließen. Dies wäre allerdings wirklich sehr arm, da 31 clicks pro Tag eigentlich ganz ok sind. Was solls, kann ich nichts gegen machen, vielleicht wird das in Zukunft mal geändert.

“Schaun mer mal, dann sehn mer schon…”

Reiseberichte

Endlich in Peking bei Ma Liu Si angekommen. Hier also die verpsrochenen Berichte über die Reise von FFM->Peking->Hongkong->Guangzhou->Kunming usw. in ungekürzter Erstfassung! Leider noch ohne Fotos, die kommen bei Gelegenheit, genauso, wie weiterer Stuff etc. 😉
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Kurze Zwischenberichte:
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Frankfurt -> Beijing (oder auch ein Flug mit Turbolenzen)
geschrieben im International Airport Beijing währends Wartens zum Boarding für den Flug nach Hong Kong (2005/02/01)
In Frankfurt sind wir natürlich wieder einige Stunden zu früh angekommen und somit hatte ich noch ewig Zeit. Also alles mal ganz ruhig angehen lassen… Gut, dass ich mir dachte, naja Einchecken kostet ja nichts. An dem CheckIn-Schalter wurde mir dann mitgeteilt, dass ich unbedingt angeben muss, wann ich aus Hong Kong (dem eigentlichen Ziel meiner Reise) wieder ausreise. Schön, dass ich das nicht konnte. Nun gut, daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass ein solcher Termin unbedingt vorliegen muss. Als Angebot bekam ich, ein Flugticket von Hong Kong raus zu kaufen und dieses dann später zu stornieren. Nach dem Kauf dieses Tickets, ging der CheckIn ohne Probleme von statten, nicht einmal mein Übergewicht (also das von den Koffern) wurde bemängelt. Irgendwann, nach langem Warten, bestieg ich das Flugzeug und musste feststellen, dass ich den Gangsitzplatz ganz ganz hinten in der Maschine inne. Welche übrigens eine Boeing 747-400 (a.k.a. Jumbo) war. Air China als meine Airline hat mich positiv überrascht, es gab ständig frische Getränke und ich durfte den ersten erfolgreichen Kontakt zu chinesischem Bier herstellen. Essen gabs auch ganz gut (ich frage mich, wie die Chinesen neben mir das alles verdrücken konnten, war schon nach der ersten Schale satt und dann kamen noch drei!). Essen und Bier im Magen ist die perfekte Kombi um ein Nickerchen zu machen, was dann auch durch die erhöhte Raumtemperatur und die abgeschaltete Gangbeleuchtung gefördert wurde. Wie sich jeder wahrscheinlich denken kann, kann ich meine Phase der Regeneration nicht als wirklich bequem bezeichnen. Nachdem dann die Fluggäste zum “Guten Morgen” begrüßt wurden gabs auch gleich wieder Frühstück… wie schon vorher, zu viel für des kozzis kleinen Magen. Idealer Weise haben dann natürlich derbe Turbolenzen eingesetzt, nachdem das Frühstück wieder weggeräumt war. Mein Magen schlug Purzelbäume und mir war wohl noch nie so schlecht, ohne Alkohol getrunken zu haben. Dies konnte mir auch die Frau 2 Plätze neben mir bestätigen, die es leider nicht mehr geschafft hat, DIE Tüte auszumachen…
Die letzte halbe Stunde des Fluges war demnach ziemlich interessant. Zu guter letzt war ich aber froh den festen Boden wieder unter den Füßen zu haben, mit der Gewißheit in nicht allzu langer Zeit wieder abzuheben.
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Beijing -> Hong Kong (easy come, easy fly)
geschrieben nach der Landung, in der Unterkunft (2005/02/01)
Dieser Flug war echt sauber und Air China ist bei mir noch weiter im Kurs gestiegen. Das Essen war superklasse und die Boeing 737-800 war auch nicht so alt, wie der Jumbo, den ich vorher genießen durfte. Vielleicht war es auch Einbildung aber der Flug war viel entspannter. Dies mag daran gelegen haben, dass es kaum Turbolenzen gab, ich einen Fensterplatz hatte und der Platz neben mir frei war. Außerdem war der Start auf einer anscheinend neu asphaltierten Startbahn in Beijing so seicht, dass es richtig Spass gemacht hat, die ganzen “ruhenden” Objekte an uns vorbeirrauschen zu sehen. Ja, und der Flughafen in Hong Kong ist ja erst der Oberhammer! Auf dem Wasser künstlich angelegte Roll-, Start- und Landebahnen (jedenfalls hat das in der Dunkelheit den Anschein gemacht). Die Personenführung nach der Ankuft ist hervorragend (wonach ich auch gleich in einer Umfrage der Uni Hong Kong Stellung bezogen habe, die das anscheinend gern mal untersuchen wollen, ob denn da alles so richtig ist wie es ist … oder so …). Das Gute dabei war auch noch, dass ich einen tollen Schlüsselanhänger mit dem Emblem von Hong Kong drauf bekommen habe. Raus aus dem Umfragegewitter, musste ich mich erstmal durch den Zoll mogeln. Aber da ich ja ein aufrechter deutscher Bürger bin, war das kein Problem. Am Gepäckband angekommen, traute ich meinen Augen nicht, mein Gepäck ist wirklich angekommen, obwohl mir das nicht so koscha war, als die Tante für internationalen Transfer von Air China in Beijing am Flughafen meinte “yeah [denkpause] we transfer the baggage automatically…”. Nun gut, sie hatte recht! 🙂
Mit dem Gepäck im Schlepptau hab ich mich nach 5 Minuten Fußweg dann auch erstmal ausgeruht … das Alter … Sich zum nächsten Lufthansa Schalter durchzufragen war gar nicht so einfach, da ich schon durch die Ankunfts-Zone durch war und sich dort blöderweise der Infoschalter befand, musste ich dahin zurück. Toll, dass ich das der Polizei erstmal erklären musste… Egal, an dem Lufthansa-Schlater erfuhr ich dann, dass das Ticket da nicht storniert und das Geld zurück verlangt werden kann. Klasse! Naja, das muss wohl angeblich in Deutschland geschehen. Auch egal, hatte ich wenigstens ein paar Infos mehr. Nun die Frage: traue ich mich raus aus dem beschützten Flughafen in die freie böse Welt der Halsabschneider? Nunja, ich war einmal da, zurück gings nicht und die Flughafenstühle waren recht unbequem. Wie ich hörte, soll der Airport-Express ganz gut sein, naja, hab ich also ein Ticket Airport->Kowloon für 90 HK$ (~9 Euro) gelöst. Schön, dass mir im Zug dann aufgefallen, dass ich gar nicht nach Kowloon-Station, sondern zur Tsim Sha Tsui Station wollte, einiges daneben liegt. Egal (mal wieder) ich bin bis Kowloon gefahren und habe mir dann von da ein Taxi genommen. Genau! Eines mit einem der Geisterfahrer, die Ma Liu Si in seinem Blo6 erwähnt. Wusste gar nicht, dass die Toyotaprinten so schnell durch einen Kreisverkehr im Linksverkehr fahren können!?! Ganze 40 HK$ hat es mich gekostet, dass mich der Fahrer nicht am “Chungking Mansions” (wie ich es ihm gesagt hatte) sondern am “Mirador Mansion”, 2 Blocks eher rausgeworfen hat. Nunja, wie das so ist wenn man völlig neu ist, man vertraut dem Taxifahrer (denn der Gärtner ist ja immer der Mörder…) und so wurde ich auch gleich direkt an der Straße vom Manager des “Mirador Mansion” (eigentlich doch ganz normal) abgeholt. Er hat mir meinen Koffer hochgetragen (ich bin hinterher, man will ja seinen Koffer nicht verlieren) und ein 2-Mann Zimmer für 280 HK$ / Nacht angedreht. Nunja, nicht gerade günstig, gebe ich zu, Aber es ist hier doch nicht so schlimm, wie ich von Marius’ Bildern des Chungking Mansions gewöhnt bin. Eigenes Bad mit Dusche, Fenster zur Straße und recht “gut” eingerichtet. Am nächsten Morgen, bei Helligkeit, entpuppte sich das Gebäude dieses Etablisements von außen allerdings nicht großartig besser als das andere besagte. Egal …
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Hong Kong (Ethnicity at it’s best)
geschrieben im “Mirador Mansion”, Tag 3 in Kowloon (2005/02/03)
Gestern Nachmittag haben wir gleich mal unser Visum für das Reich der Mitte beantragt. Ziemlich unproblematisch ging dies bei der “Japan Travel Agency” und dauert im Normalfall 2 Tage. Morgen werden wir also schauen ob wir unsere Pässe wieder zurückbekommen und mit welchem Visum wir ausgestattet werden. 1 Jahr Business Visum ist das Maximum, was man hier rausholen kann, nur ob das klappt ist immer eine andere Frage. Nach der Beantragung gestern, wurde erstmal Hong Kong Island ausgecheckt, was auch sehr nett und nicht ganz so überlaufen, wie Kowloon ist. In einem dort ansässigen Restaurant gabs dann auch gleich mal was zwischen die Kiemen (Reis mit halb rohem Ei und Krabben – hat besser geschmeckt als es sich anhört). Dumm war nur, dass wir nicht wussten, dass solche Etablisements in Hong Kong eine Lizenz zum Alkohol ausschenken benötigen und der Laden unserer Wahl hatte kein. Gab es also Cola, O-Saft und kostenlosen Tee dazu. Auf dem Rückweg nach Kowloon wurde auch gleich noch 7Eleven zum Einkaufen von Munchenal (angeblich aus Deutschland importiertes Bier) genutzt. Im Mirador angekommen und eine Krimiserie später konnten wir noch ein bisschen Bier vertragen. Gut, dass 7Eleven 24 Stunden und 7 Tage die Woche auf hat. (… Warum die Kette 7Eleven heisst, weiß wohl nur der Besitzer …)
Der folgende Tag (also heute im Prinzip) wurde dazu genutzt ein paar Computer/Hardware Stores aufzusuchen und etwas Gerätschaften in Richtung Bluetooth/GPS zu besorgen. Gar nicht so einfach in Hong Kong. Die haben alles! Man muss es nur finden … Nebenbei wurde natürlich auch noch der hervorkommende Hunger in typisch “asiatischen” Gegenden gestillt. Nunja, ob das nun chinesisch, japanisch, koreanisch oder sonst was ist, weiß hier in HK eh nicht so genau. Wie dem auch sei, wir habens gegessen, es hat geschmeckt und am Leben sind wir auch … noch.
Achja, was auch noch sehr “nett” hier in der Nathan Road (die längste Straße in HK) ist, sind die Inder/Pakistani’s oder so aus der Region. “Suit … Cheap … Cheapest price! … Come in!” Einfach nicht reagieren, sonst hätte ich jetzt schon mind. 1000 Anzüge… 😉
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Hong Kong -> Guangzhou
geschrieben in Guangzhou in einem Hotel im Bahnhofsviertel, dessen Namen ich nicht lesen, geschweige denn aussprechen kann (2005/02/04)
Bis heute lief alles wie geschmiert. Business-Visum wurde ohne Probleme ausgestellt, bezahlt und mitgenommen. Der Zug kurz darauf nach Guangzhou war auch kein Problem und ziemlich relaxt. Ja … soweit, so gut. Nur leider ist es nicht wirklich vorteilhaft zu “verreisen” in China zu dieser Zeit. Einige wenige Milliarden eingeweihte wissen vielleicht, dass gerade DAS Volksfest schlechthin in China stattfindet, was ca. eine Woche dauert. Wenn sich über den Daumen gepeilt etwa 1 Mrd. Menschen in China bewegen, kann man sich wahrscheinlich vorstellen, was hier so auf den Bahnhöfen los ist… Wie dem auch sei, in Guangzhou-Ost angekommen suchten wir gleich den Schalter für Weiterfahrten. Wahrscheinlich aufgrund des Umbaus des Bahnhofs (oder sonst was) wurde dieser Schalter hier abgeschafft und ist nur noch am Hauptbahnhof verfügbar. Unser Ziel ja immernoch Kunming, was auch ein netter Kerl mitbekommen hat. Der sprach uns auch gleich an ob wir denn nicht gern eine (oder auch zwei) Fahrkarte(n) für den betreffenden Zug haben wollten. Da wir wussten, dass es schwer sein würde sowas zu bekommen, sind wir mal darauf eingegangen. Aufgrund der Tatsache, dass solche Geschäfte in China in illegal sind, gab es eine starke Bewegung unsererseits innerhalb einer Stadt, in der wir uns nicht auskannten (und auch noch nicht auskennen). 3 Stunden und viele verlorene Nervenstränge später stellte sich dann heraus, dass die angesprochenen Karten einfach nur alte Karten mit manipuliertem Datum waren. Klasse! Also gings ab zum Zetralbahnhof. Dort aus der U-Bahn raus und auf dem Platz vorm Bahnhof angekommen, sahen wir mind. 1 Mio. Menschen auf einem riesigen Platz zusammengepfercht und von Polizei, Militär und sonstigen Securities im Zaum gehalten. Alle, wirklich alle, wollten das, was wir auch brauchten, TICKETS! Nach ein bisschen orientierungslosem Rumgeirre haben wir uns entschieden erstmal das Gepäck loszuwerden und gleich von ner Hotelguidance zu einem Hotel bringen lassen. Naja, seine Provision hat sich natürlich auf unseren Zimmerpreis ausgewirkt. Aber 110 RMB für ein 2-Mann-Zimmer für die Nacht geht noch so. Das geregelt, fein … nun erstmal ab ins nächste Shezhuan-Restaurant und lecker für 70 RMB vollgestopft. Danach gings gleich mal wieder auf den Zentralbahnhof, in der unerfüllten Hoffnung, dass es gegen 20:30 etwas leerer wäre. 2 Stunden voller rumgeirre, Polizistenfragerei und strapaziertem Sitzfleisch, wurden wir dann in die Tickethalle vorgelassen um dort auch nochmal eine Stunde zu warten, bis wir am Schalter herausfinden konnten, dass unser Zug in den nächsten Tagen komplett ausgebucht ist. Aktuelle Alternativen: Warten bis der Zug wieder buchbar ist oder ein Flugticket (mind. 3x so teuer) nach Kunming besorgen.
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Der letzte Tag in Guangzhou
geschrieben am International Airport Guangzhou (2005/02/05)
Dieser Airport ist ja nun wirklich riesig. Nun habe ich den Beweis, dass der chinesische Gigantismus nicht zu unterschätzen ist. Gleich heute morgen konnte uns die Chinese Travel Agency helfen und einen Flug von Guangzhou nach Kunming besorgen. Für nur 1060 RMB war es dann doch ein bisschen günstiger als wir dachten. Kurz nach der neuen Errungenschaft erstmal lecker gefrühstückt in so einer absolut heruntergekommen anmutenden Butze, egal lecker – äußerst lecker – waren die Rindfleischnudeln trotzdem. Langsam verstehe ich auch, wieso die Chinesen für ihre über 50 Peperoni-Sorten auch unterscheidliche Namen haben … 😉
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Guangzhou -> Kunming
NACHTRAG (2005/02/08)
Diesmal China Southern Airlines für einen Preis, der OK war. Essen war angenehm, der Flieger nicht überfüllt und der Flug im Grunde relaxed.
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Kunmings erste Eindrücke
geschrieben in unserer neuen Wohnung in Kunming (2005/02/08)
Der Airport mutet auf den ersten Blick etwas dürftig und ausbaufähig im Vergleich zu Guangzhou. Nichtsdestotrotz gibt hier auch Taxen, die nur darauf warten Fahrgäste einzuladen und dieser unter strickter Nichtbeachtung internationaler Verkehrsregeln durch die Weltgeschichte zu kutschieren (auch wenns nur einmal um den Block ist). Als Ausländer ist “The Hump” eine gute Unterkunft für ein paar Tage und wirklich sehr beliebt bei Backpackern und solchen die es werden wollen. Preislich kann hier ab 25 RMB pro Nacht verblieben werden. Es ist nicht wirklich luxoriös, die 8- und 12-Mann-Zimmer sind meistens voll ausgebucht aber wenigstens ein Frühstück mit drin im Preis. Allerdings ist es eine Schande den Appetitshappen Frühstück zu nennen. “The Hump” liegt äußerst zentral, und hat eine Terrasse bei der die City ganz gut bestaunt werden kann. Diese bietet eine wirklich große und qualitativ sehr hochwertige Einkaufsmeile zu chinesischen Preisen. Bei einer Lufttemperatur von geschätzten 18-20°C läßt es sich hier schon aushalten. In kleineren (etwas weniger ‘zivilisierten’) Gassen gibt es auch Lädchen zu finden, wo ein Essen, welches für 2 Personen viel zu viel ist, incl. 2 Cola dann gleich mal 8 RMB kostet, also stolze 80 cent. Allerdings muss der Gast hierfür im Stande sein die chinesische Karte zu lesen oder vielleicht mit der Bedienung auszuhandeln, welches Gericht gewünscht ist. Nette Stadt, nette Leute – die verkehrs- und hygienetechnischen Gewohnheiten mal ausgeschlossen. Ja, im Studentenviertel hat doch glatt ein, Küchenchef oder so, ein Tier rumgetragen, was gehäutet war und nur noch einen kleinen Wuschel am Schwanz hatte (also an hinten dem). Nach kurzer Differenzierung zwischen Kuh, Rind, Huhn, Ente, etc. wurde es als Hund deklariert. Allerdings weiß bis heute wohl niemand, was es nun wirklich war. Aber der Oberhammer ist eine Strasse weiter, denn da kamen wir direkt auf eine Polizeistation zu – nichts schlimmes eigentlich. Direkt an diese Polizeistation, sprich eine Tür weiter, hat ein DVD-, CD-, VCD-, SVCD-Laden seine Pforten. Wer glaubt, dass da originale Werke verkauft, der täuscht sich höchstwahrscheinlich erheblich. Der Konsument freut sich (this.getObject()).
Die Suche einer entsprechend anmutenden Wohnung gestaltet sich dann doch schon schwieriger als gedacht. Es gibt schon echt heruntergekommene Butzen, wie auch Luxuswohnungen aller oberster Güte hier. Alles wurde bestaunt und eine letztendlich als tauglich befunden. In der Nähe des Uni-Viertels und nicht weit weg vom Zentrum, also eine perfekte Lage. So, und nun ein bisschen Einrichtung besorgen …
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Kunming zum Lunar New Year
4-802 (2005/02/08)
OK, Carrefour (ja, die französische Supermarktkette) hat es ermöglicht zwei ISO-Matten und Pseudo-Schlafsäcke zu kaufen. Nicht besonders bequem aber immerhin mindestens den Betten mit Holzlattenmatratze im “The Hump” ebenbürtig. Es ist gerade 22:22 Uhr am Vorabend des chinesischen Neujahrs, hier gehts also derbe ab mit Knaller, Raketen usw. Nicht umsonst sind die Chinesen die Erfinder des Schwarzpulvers. Es ist nur eine Frage der Zeit bis so ne Rocket gegen eines unserer Fenster knallt (hoffentlich nicht durch). Chinaböller, ~knaller, diese 1000-Knaller-Kombinationen, Raketen, Sprühdingsbumsdinger usw. alles ist hier vertreten, im Moment kann ich nicht mal meine Musik ausm Lappi hören, weils knallt und bumst und scheppert (im eigentlichen Sinne!) wie hucke! Bin ja mal gespannt ob ich bis 00:00 durchhalte und den Riesenknalleffekt mitbekomme, den ich mir erhoffe. Im Laufe des Tages wurde hier auch wieder erstmal ein lokaler Futternapf ausgetestet, für 25 RMB gabs gleich 4 Schalen fürs Komponentenessen + 2 Schälchen Reis + 2 Cola = Zuviel zu gut schmeckendes Essen, was nur auf die Hüften geht, wenn man die Zurückhaltung (angeblich eine Tugend) nicht kennt.
current song: Queen – Princes of the Universe
born to be kings … princes of the universe … we were born to be princes of the universe … lalala …
Achja, nur so als Anmerkung, 2 0.6L Flaschen einheimisches Bier (ein Engländer/Ami/Australier – wie auch immer – meinte gestern: “Always check out the local stuff!” … so we did! =]) wurden bereits vernichtet und die Müdigkeit setzt langsam ein… tzzzzzzzzzzzzzzz

Aktueller Stand

Das Internet, der Zufluchtsort der Heimatfernen…

Wohnung wurde besorgt.
Fahrkarte fuer heute 22:00 von Kunming nach Peking auch. Fahrtdauer: 39h
DSL wird bald beantragt.

Wusch und weiter, es gibt viel zu tun …

Ziel erreicht

So, sind nun gut in Kunming angekommen und suchen im Moment nach einem Apartment. Ist uebrigens eine sehr schoene Stadt, also jedenfalls die Teile, die ich schon gesehen habe.

stay tuned!

Lebenszeichen aus Guangzhou

Hier nur ein kurzes Lebenszeichen aus dem weiten China. Nach langem vergeblichen Suchen in Hong Kong, haben wir nun endlich hier in Guangzhou (100 km westlich von Hong Kong) ein Internet-Cafe gefunden. Ich bin also wohlauf in China angekommen und wir machen uns heute auf nach Kunming. Genauere berichte gibts dann spaeter, kann mich hier ja nicht einfach so mit meinem Lappi an die Leitung klemmen… 😉